Achtung: Wechselwirkung zwischen Lebensmitteln und Medikamenten

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Pampelmusen sind besonders "gefährlich": Sie enthalten Stoffe, die mit mehr als der Hälfte aller Arzneimittel reagieren. Beispielsweise mit Blutdrucksenkern, Psychopharmaka, HIV- und Epilepsiemitteln oder immunsuppressiven Medikamenten. Sogar die Wirkung der Antibabypille soll ihr Saft stören.

In einem Artikel im Februarheft macht "natur+kosmos" darauf aufmerksam, dass viele Lebensmittel mit Medikamenten in Wechselwirkung treten

In der zusammenfassenden Meldung bei ots heißt es u.a.:
"Auch der unscheinbare Camembert, eingelegte Heringe, überreife
Avocados oder Dauerwurst können in Kombination mit Arzneien zur
Gefahr werden. Sie enthalten nämlich die Aminosäure Tyramin, deren
abbau durch manche Antidepressiva gehemmt wird, wodurch der Körper
mehr Noradrenalin freisetzt. Dieses Hormon treibt den Blutdruck hoch
und kann Herzrhythmusstörungen, im Extremfall sogar Gehirnblutungen
auslösen.
Milch, Quark, Joghurt und Käse stören Antibiotika aus der Gruppe
der Tetracycline bei der Arbeit, und die sonst als supergesund
angesehenen Ballaststoffe in Brot oder Müsli können die Aufnahme von
Wirkstoffen aus Medikamenten im Dünndarm verzögern. Das gilt für
Schmerzmittel, Antidepressiva und manche Antibiotika.
Vorsicht also vor solchen Wechselwirkungen zwischen Lebensmitteln und den Medikamenten, die man einzunehmen hat: Lesen Sie die Packungsbeilage genau – und vor allem: befolgen Sie die Anweisungen. Wenn es heißt "vor" bzw. "nach dem Essen", wird das oft missverstanden – der Abstand sollte eine bis zwei Stunden betragen!

Bildquellen: www.exquisine.de/net/fruits/bilder/grapefruit.jpg
www.pharmaceutical-technology.com


One Response to “Achtung: Wechselwirkung zwischen Lebensmitteln und Medikamenten”

  1. Barbara Says:

    Auch andersherum lässt sich das Problem der Wechselwirkung zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln betrachten.

    Wieviele Todesfälle gibt es weltweit in einem Jahr durch den richtigen oder falschen Verzehr von Grapefruits? 5? 10?

    Wieviele Todesfälle gibt es weltweit in einem Jahr durch die vorschriftmässige oder nicht vorschriftmässige Einnahme von Arzneimitteln? 500 000? 1 Million? ( Allein in den USA sterben jährlich mehr als 100 000 Menschen durch Arzneimittel )

    Stellt die Grapefruit eine Gefahr dar oder die Arzneimittel?

    Was passiert im Körper?
    Einige Arzneimittel konkurrieren in der Leber um dasselbe Enzym, mit dem normalerweise die Inhaltstoffe der Grapefruit verstoffwechselt werden. Wenn nicht genügend Enzym Zytochrom P-450 3A4 vorhanden ist, um die Arzneimittelinhaltstoffe unschädlich zu machen, reichern sie sich im Körper an. Das führt zu Vergiftungserscheinungen, die sich durch Herzrhythmusstörungen, Veränderungen des Blutdrucks etc. bemerkbar machen. Der Tod ist ist die heftigste Konsequenz der Anhäufung von nicht abbaubaren Stoffen in der Leber.

    Ist das Enzym Zytochrom P-450 3A4 in der Leber von Natur aus für die Verstoffwechselung von Obst und Gemüse oder von Arzneimitteln vorgesehen?

    Eine Antwort darauf, ob die Gefahr von den Inhaltstoffen der Arzneimittel ausgeht oder von der Grapefruit, kann ein Blick in das ‘Drug-induced Nutrient Depletion Handbook’, frei übersetzt ‘Handbuch über den Raubbau an Nährstoffen durch Arzneimittel’ geben. Dort ist nachzulesen, welche lebenswichtigen Nährstoffe dem Körper durch welche Arzneimittel entzogen werden.

    Werden diese Nährstoffe nicht rechtzeitig in der notwendigen Menge ergänzt, kann das im schlechtesten Fall lebensverkürzende Folgen haben. Beispiel Coenzym Q10 und cholesterinsenkende Medikamente. Cholesterinsenkende Medikamente sollen vor Herzinfarkten schützen. Durch die Einnahme dieser Medikamente wird jedoch nicht nur die Bildung von Cholesterin, sondern auch die Bildung des herzschützenden Coenzym Q10 in der Leber behindert. Ein Mangel an Coenzym Q10 steigert die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts mit möglichen tödlichen Folgen.

    Über die Nährstoffbilanz lässt sich auch der alte Streit schlichten, ob Industriezucker ein Nahrungsmittel oder eine arzneiähnliche Substanz ist. Raffinierter Zucker enthält ausschliesslich den Nährstoff Kohlenhydrat, bringt zu seiner Verstoffwechselung nichts mit. Die fehlenden Enzyme und Coenzyme ( z.B. B-Vitamine ) müssen in anderen Nahrungsmitteln enthalten sein oder werden aus Körpervorräten gezogen. Ein sehr hoher Zuckerverzehr kann zu Vitamin-B-Mangel führen. Vitamin-B-Mangel zu psychischen Problemen wie Depressionen.

    Wenn psychische Abweichungen auf Nährstoffmängel zurückzuführen sind, kann man sie dann mit Zulagen an fehlenden Nährstoffen beheben? Man kann, aber erzählen Sie das bloss nicht weiter. Für ganz Neugierige: Abram Hoffer/Morton Walker Putting it all together 1978 und 1996.

    Ob eine gesundheitliche Abweichung durch Arzneimittel oder durch Nährstoffzulagen behoben werden kann, lässt sich dann informiert entscheiden, nachdem die Vor- UND die Nachteile beider Behandlungsformen jeweils von den Befürwortern von Arzneimitteleinnahme UND von den Befürwortern der Behandlung mit Nährstoffen ( orthomolekulare Therapie ) erfragt wurden. Barbara

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