AIDS: Offenheit bei HIV-positiv tut gut

AIDS: Offenheit bei HIV-positiv tut gut

Offenbar ist es für Menschen, die den Stempel "HIV-positiv" bekommen haben, durchaus sinnvoll, wenn sie mit Freunden und Verwandten offen darüber reden. So hat es jedenfalls die Studie in den USA ergeben, von der die folgende Meldung spricht. Ein bisschen skeptisch bin ich, ob in Ã-sterreich und Deutschland dieselben Ergebnisse dabei herausgekommen wären …

"Wenn HIV-positive Männer ihren Freunden und Verwandten die Diagnose anvertraut haben, so wird dieser Schritt im Nachhinein nur selten bereut. Das ergab eine Studie US-amerikanischer Wissenschafter, die sich mit den sozialen Dimensionen einer Ansteckung mit dem Virus beschäftigt haben.

Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen hatte Studienleiterin Julianne Serovich von der Ohio State University 76 HIV-positive Patienten mehrmals befragt. Die Stichprobe beschränkte sich dabei auf homosexuelle Männer aus dem urbanen Raum. Die Teilnehmer wurden jeweils einmal pro Jahr (1998, 1999 und 2000) ausführlich interviewt und füllten alle sechs Monate einen Fragebogen aus.

Im Zuge dieser Erhebungen fragten die Forscherinnen unter anderem nach den sozialen Beziehungen der Patienten. In der letzten Phase der Studie wurde auch danach gefragt, welche Menschen aus dem Bekanntenkreis von der Diagnose verständigt waren, ob diese Personen es aus erster oder zweiter Hand erfahren hatten, und ob die Betroffenen selbst diese Einweihung bereuten.

Im Mittel wussten vier von fünf Menschen aus dem persönlichen Netzwerk der Patienten Bescheid. 63 Prozent der Teilnehmer gaben an, dies in keiner Weise zu bedauern. Insgesamt waren auf alle Befragten bezogen 1.397 Personen ins Vertrauen gezogen worden. Nur bei 4,2 Prozent dieser eingeweihten Bekannten bereuten die Patienten die Mitteilung ihrer Diagnose.

Diese Ergebnisse, so sind die Forscher überzeugt, liefern wichtige Erkenntnisse für Fachpersonal, das mit HIV-positiven Menschen arbeitet. Und zwar vor allem für solche Fälle, in denen die Patienten unsicher sind, ob sie Freunden, Bekannten, Kollegen und Familienmitgliedern von dem Testresultat erzählen sollen. Diesen Menschen könne man auf Grundlage der Studie sagen, dass nur wenige Betroffene den Schritt, sich anderen anzuvertrauen, hinterher bereuen, meint Studienleiterin Serovich."

Gerne weise ich auch in diesem Fall auf die Aktion "Bloggen gegen aids" der UNICEF hin: http://www.unicef.de/index.php?id=3464

Quelle: http://www.netdoktor.at/nachrichten/?id=116521&date=2006-05-05
Bild: http://aids-info.net


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