Alkohol und Jugend: Ansprechen statt schweigen - verantwortlicher und maßvoller Alkoholkonsum sollte das Ziel sein
abgelegt im Archiv Prävention, Gesundheitsvorsorge am 15.06.07
Das Thema Alkohol hatten wir gerade erst - aber aus aktuellem Anlass, bezogen auf Jugendliche, muss es schon wieder angesprochen werden.
Zum Start der bundesweiten Aktionswoche "Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze" vom 14. bis 18. Juni 2007 erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine bätzing: "Alkohol zu trinken, setzt immer eine besondere Verantwortung für Maß, Ort und Zeit voraus. Eine Aufgabe, die nicht an Aktualität verliert und im Alltag jeden stets neu herausfordert. In bestimmten Lebenssituationen muss das Nichttrinken selbstverständlich werden: Im Kindes- und Jugendalter, im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder in der Schwangerschaft."
Noch trinken in Deutschland zu viele Menschen zu viel und zu regelmäßig Alkohol. Mit der breiten Verfügbarkeit sind besondere Gefahren verbunden. Schleichend der Prozess, in dem Arbeitskraft und Leistung nachlassen und ein scheinbar undurchdringlicher Suchtkreislauf beginnt.
"Ich freue mich, dass mit der Aktionswoche 'Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze' die Diskussion zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol in alle Lebensbereiche der Gesellschaft getragen wird. Ob alt oder jung - engagierte Menschen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen beteiligen sich bundesweit aktiv vom 14. bis 18. Juni an mehr als 2.000 Veranstaltungen. Doch auch danach muss gelten: Selbstkritisch den eigenen Alkoholkonsum hinterfragen und ansprechen statt schweigen. Vor allem unter Freunden und Arbeitskollegen, in der Familie, beim Hausarzt - problematisches Trinkverhalten darf nicht tabuisiert werden", fordert Bätzing als Schirmherrin der Aktionswoche auf.
Wie notwendig ein breiter Konsens zum zurückhaltenden Alkoholkonsum in der Gesellschaft ist, zeigt das erneut anschwellende Trinkverhalten unter Jugendlichen. Ging nach Inkrafttreten des Alkopopsteuergesetzes der Anteil von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit regelmäßigem Alkoholkonsum (einmal pro Woche) von 21 Prozent in 2004 auf 19 Prozent im Jahr 2005 zurück, trinken nun mit 22 Prozent wieder deutlich mehr Jugendliche Alkohol. "Was heute noch fehlt, ist eine stärkere Sensibilisierung und größere Verantwortung in der Bevölkerung gegenüber riskantem Alkoholkonsum und der bestehenden Suchtgefahr. Wann ist selbst wenig zu viel, muss sich jeder gleich welchen Alters immer wieder fragen. Denn Kinder und Jugendliche folgen in ihrem Trinkverhalten dem, was sie Tag für Tag beobachten und erleben können", so Bätzing.
Weitere Informationen unter:
suchtwoche.de
drogenbeauftragte.de

Tags: Alkohol Alkoholkonsum+Jugendliche Jugendprobleme Alkohol+Jugend
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Kommentar von:
Thomas Schuster
(15.06.07 16:43 Uhr)
Ach das ist doch nur schon wieder so ein Hypethema.. die Kiddies trinken ein mal zu viel und haben das dann für den rest des lebens gelernt..
Kommentar von:
Helge
(15.06.07 23:17 Uhr)
@Kommentar Thomas Schuster: Einerseits stimme ich zu: ein "Hype"thema, manchmal muss ich hier ja auch gerade ein Thema, das lautstark durch die Medien geistert, bringen. Andererseits Widerspruch: Zumindest hier in der Stadt ist das Problem derzeit verschärft: u.a. durch Diskos, die Flatratetrinken anbieten, Das ist m.E. allerdings auch von den Wirten unverantwortlich (bei Jugendlichen)! "Die Zahl akuter Alkoholvergiftungen hat sich (in Niedersachsen) innerhalb fünf Jahren verdoppelt", lese ich gerade in meiner Zeitung.
Kommentar von:
Karsten
(14.07.07 11:14 Uhr)
Hallo,
gerade bei Kindern und Jugendlichen kann einmal schon zu viel sein. Merkt der Betroffene erst einmal, das Alkohol eine bewußtseinverändernde Droge ist und sie ihm beim ersten mal "geholfen" hat, wird er immer wieder auf diese Art der Lösung, zum Beispiel von Konflikten, zurückgreifen.
Gruß
Karsten
gerade bei Kindern und Jugendlichen kann einmal schon zu viel sein. Merkt der Betroffene erst einmal, das Alkohol eine bewußtseinverändernde Droge ist und sie ihm beim ersten mal "geholfen" hat, wird er immer wieder auf diese Art der Lösung, zum Beispiel von Konflikten, zurückgreifen.
Gruß
Karsten
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