Alleinerziehende Mütter: Depressionen, Einkommensarmut häufig

Alleinerziehende Mütter: Depressionen, Einkommensarmut häufig

Viele Mütter, manchmal auch Väter erziehen ihr Kind alleine, die Zahl hat zugenommen: 22 % in den neuen, 16 in den alten Bundesländern. (In dem folgenden Text ist nur von alleinerziehenden Müttern die Rede, die Zahl der Väter ist wohl vernachlässigbar gering.)
Aber es geht ihnen nicht gut: Die soziale Situation, Gesundheit und Lebensqualität sind nicht selten gestört.

Etwa 22 % empfinden sich als "entmutigt und traurig", rund ein Drittel gilt als depressiv. (Zum Vergleich: Bei den verheirateten Müttern liegt der Anteil der Depressiven etwa bei einem Sechstel.) angststörungen, affektive Störungen, Konsum psychotroper Medikamente, Nikotingebrauch sind außerdem bei Alleinerziehenden wesentlich häufiger als bei Verheirateten.
Dres. Cornelia Lange und Anke-Christine-Saß vom Robert-Koch-Institut Berlin haben darüber geforscht und ihre Ergebnisse in "Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation" (Nr. 72) veröffentlicht. Leider erfährt man in der Zusammenfassung gar nichts über die Zahlenbasis.

Die Autorinnen betonen allerdings, so heißt es in der Pressemitteilung, "daß allein erziehende Mütter nicht generell als besonders benachteiligte Gruppe beschrieben werden können: Dreiviertel von ihnen erhalten keine Sozialhilfe, zwei Drittel sind nicht von Einkommensarmut betroffen. Drei Viertel schätzen ihre Gesundheit als gut bis sehr gut ein.
Der Belastung durch alleinige Verantwortung für das Kind oder die Kinder stehen auch größere Entscheidungsfreiheit und größere persönliche Entwicklungsmöglichkeiten gegenüber."

Pressemitteilung über openPR, Einzelheiten hier.
Bild: http://www.humana.de/de/ratgeber/geburt/index.html


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