Arterien flicken mit Floh-Eiweiß?
Resilin heißt das Protein (Eiweißverbindung) mit gummiähnlichen Eigenschaften, das die Sprungfähigkeit von Flöhen erhält und Insektenflügel so lange schlagen lässt, zum Beispiel. australische Forscher haben die Vorstellung entwickelt, diesen Stoff eines Tages für den Menschen nutzen zu können.
Vor allem könnte man Resilin als Implantat, als Ersatzwand bei Blutgefäßen benutzen.
Aber, wie das in der Wissenschaft so ist, man tut einen Schritt vor dem anderen. Zunächst haben die Wissenschaftler der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation versucht, den Stoff künstlich herzustellen, so, dass man ihn auch in größeren Mengen produzieren könnte. Dazu benutzten sie Gentechnik.
Das Gen (Erbanlage), das bei Fruchtfliegen die Erzeugung von Resilin steuert, wurde Fruchtfliegen entnommen und in Bakterien (Escherichia coli) verpflanzt. Tatsächlich stellten diese Bakterien (die sich sehr rasch vermehren können) ein Resilin her, das praktisch dieselben Eigenschaften hatte wie das natürliche in Insekten.
Noch viele Experimente werden folgen müssen, um die Brauchbarkeit, massenhafte Herstellbarkeit und vor allem: die Verträglichkeit des Eiweißes herauszufinden.
Die Meldung entnahm ich dem österreichischen Netdoktor, der BBC Health und die Fachzeitschrift "Nature" als Quellen angibt.
Text: Helge Mücke nach der genannten Quelle
Bildquelle: http://www.hepart.com