Autismus bei Erwachsenen: Forschungsprojekt Diagnose

BlogPicture

Seit dem Film "Rain Man" mit Dustin Hoffman ist das Krankheitsbild sehr bekannt – und doch ist es auch für Ärzte schwer zu erkennen: Autismus (bzw. die Spezialform Asperger-Syndrom).
Es handelt sich beim autismus um eine Entwicklungsstörung, die den Umgang mit der Umwelt und soziale Kontakte erschwert. Gerade bei Erwachsenen fehlt die Erfahrung, um die Krankheit zu erkennen.

In Rostock wurde jetzt als Forschungsprojekt eine Spezialsprechstunde für die Autismus-Diagnose eingerichtet. Es ist bundesweit die einzige Sprechstunde dieser Art an einem Universitätsklinikum.
Sie wurde gut angenommen – Betroffene kommen von weit her auch aus anderen Bundesländern. "Meist melden sich die Eltern oder Bezugspersonen der Betroffenen", berichtet einer der Ärzte.
Die aufwendige Diagnose gründet sich hier auf Fragebögen, persönliche "Gespräche", intensive Befragung der Verwandten oder anderen Bezugspersonen.

Auffällig seien, wie weiter berichtet wird, die Beziehungs- und Interaktionsprobleme der Autismus-Patienten, oft gekoppelt mit bemerkenswerten Fähigkeiten auf einzelnen und etwas abgelegenen Gebieten. Der Rostocker Arzt erinnert sich etwa an einen Patienten, der zwanghaft Zugfahrpläne sammelte und auswendig lernte, oder an einen, der einen Großteil seiner Zeit damit verbrachte, Kreuzigungsszenen zu zeichnen oder entsprechende Darstellungen in Kirchen zu betrachten.

Die Zahl der von Autismus betroffenen Menschen wird bundesweit auf rund 40.000 geschätzt, mit hoher Dunkelziffer.

Kurzbericht bei idw-online.
Bildquelle: http://www.autist.com/arr1.htm ("… nach ihrem gelungenen Vortrag" heißt es auf der Site eines norwegischen Autismus-Vereins)


2 Responses to “Autismus bei Erwachsenen: Forschungsprojekt Diagnose”

  1. Barbara Says:

    Die Medizin möchte so gern eine exakte Wissenschaft sein. Und dann wird umständlich mit Fragebogen “Diagnostik” betrieben anstatt bei den Betroffenen Blut, Urin und Haare auf Nährstoffmängel bzw. Schwermetallbelastungen zu untersuchen. Die Symptome, die als “Autismus” etikettiert werden, finden sich bei einer Quecksilbervergiftung wieder. Man stelle sich vor, bei den Betroffenen würden Schwermetallausleitungen vorgenommen und sie erhielten fehlende Nährstoffe. Und dann würde man Quecksilber in Holzschutzmitteln, Industriechemikalien, Arzneimitteln ( Impfstoff ) und Zahnarztwerkstoffen ( Amalgam ) verbieten.
    Tausenden würde geholfen und zehntausende Kinder und Erwachsene würden vor einem Schicksal als “Autisten” geschützt. Frau wird ja noch träumen dürfen.

  2. eraser Says:

    1. Autismus ist keine Störung
    2. Autismus ist keine Krankheit
    3. Niemand muss vor Autismus “geschützt” werden.
    3. Autismus hat nichts mit Quecksilbervergiftungen zu tun, wie mein eigener Fall, der eines Verwandten und die einiger Bekannter beweisen.

    Autismus ist eine angeborene Neurodiversität.
    Wer sein Kind “normal” machen will, will sein Kind verbiegen. Er will, dass es ein anderes Kind ist. Daraus folgt: Er liebt sein Kind nicht, sondern seinen Traum vom perfekten Kind.
    Das kann man auch auf Partner übertragen.

    Autisten sind Menschen mit Gefühlen, die angenommen und so geliebt werden möchten, wie sie sind.
    Es gibt auch an Nicht- Autisten eine Menge verzeihlicher Schwächen.
    Der Wunsch, Autismus zu therapieren wie auch überhaupt die pathologisierende Verwendung des Terminus “Krankheit” zeugt für mich einfach nur von Unverständnis, Wissenschaft hin oder her.
    LGE

Hinterlasse eine Antwort


Impressum