Bildschirmarbeit: Heute schon geblinzelt?

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Gerade habe ich geblinzelt. War es das 4,3te Mal oder das 9,7te Mal pro Minute? Das wäre wichtig zu wissen. Dann wüsste ich nämlich, ob ich etwas falsch mache oder ob ich etwas ändern muss …

Dr. Ziemsen von der Augenklinik Tübingen hat es wissenschaftlich ermittelt: Am Monitor drohen die Augenlider träge zu werden. Sie schlagen etwa halb so selten wie normalerweise. Die obigen Zahlen sind die Durchschnittswerte, die in der Untersuchung festgestellt wurden.

Wenn man den Sinn des kurzen Lidschlusses kennt, weiß man sofort, wo die Nachteile der Bildschirmarbeit liegen. Bei jedem Blinzeln wird ein hauchdünner Tränenfilm über die empfindliche Hornhaut gezogen. Wer weniger blinzelt, bekommt also trockene Augen – und das hat garantiert Entzündungen zur Folge.

Darüber, wie man die Menge der Tränenflüssigkeit feststellt – eine Methode: Filterpapierstreifen werden an der Seite eingehängt -, und über die verschiedenen Heilmöglichkeiten schreibt Frau Dr. Karen Strehlow bei vitanet.
Künstliche Tränen (Augentropfen) sind ein Weg, den Tränenabfluss mit "Punctum plugs" zu hindern, ein anderer (sicher nicht der bessere). Dr. Ziemsen empfiehlt Übungen: alle halbe Stunde eine Pause machen und kräftig blinzeln! Die Meldung über seine Forschungen steht in der "apotheken umschau" und hier.

Das Problem kann auch eine Sache für den Schönheitschirurgen sein. Über das Für und Wider kann man sich hier informieren.

Über die Bildschirmplatzverordnung (kritische Kommentare eingeschlossen) kann man sich hier informieren.

Text: Helge Mücke
Bildquelle: http://www.trockene-augen.de/


3 Responses to “Bildschirmarbeit: Heute schon geblinzelt?”

  1. Manuel Says:

    Ich arbeite beruflich 10-12 Stunden am Computerschirm und das schon über 3 Jahre, kann davon eine Leseschwäche auf dauer bekommen ?

    manuel

  2. Helge Says:

    Das ist leider durchaus möglich – aus zwei Gründen: die ständige Nahsicht und weil man (mag der Bildschirm noch so flimmerfrei sein) ja nie auf etwas wirklich Festes guckt. Ich kann folglich nur raten, immer wieder einmal entspannt in die Ferne zu schauen (ich wohne in der Stadt im 5. Stock, selbst da geht das), etwa stündlich, wenigstens zweistündlich, dann aber länger. Und natürlich muss ich dazu raten, immer wieder kontrollieren zu lassen (nicht nur vom Optiker).

  3. Vinay Lohar Says:

    Regelmäßige Bewegung wirkt sich in jeder Hinsicht günstig auf den Körper aus. Das allgemeine Wohlbefinden und die positive Wahrnehmung des eigenen Körpers nehmen zu, das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur werden gestärkt, der Stoffwechsel angeregt. Die beim Sport ausgeschütteten Glückshormone sind außerdem ideale Stresskiller.

    Bildschirmplatzverordnung :

    richtiges Sitzen, 90°-Regel:

    Richtiger Abstand Auge – Bildschirm, Blick leicht nach unten geneigt

    Zum Entspannen der Augen: Blick in die Ferne

    Bei Mausbetätigung:Arm nicht strecken
    & Schultern nicht hochziehen

    Jede Gelegenheit zum Aufstehen nutzen!
    Wechselnde Sitzhaltung einnehmen: vordere, mittlere, hintere = dynamische Sitzhaltung

    Gruß,
    Vinay Lohar

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