Blutdruck senken: Geraet hilft ueber die Atmung

Dass Bluthochdruck (Hypertonie) auf Dauer den Körper schädigt, ist längst bekannt: Koronare Herzkrankheiten (Schädigung der Herzkranzgefäße), dadurch Herzinfarkt, und Schlaganfall stellen eine Haupttodesursache in den Industrieländern dar. Altersabhängig sind 10-30 % der Bevölkerung davon betroffen.
Was aber weniger bekannt ist: Blutdruck lässt sich sehr stark durch die Atmung beeinflussen.
Diese Tatsache nutzt ein Gerät, das es seit ein paar Jahren gibt. Der israelische Wissenschaftler und Tanzlehrer Dr. Benjamin Gavisch hat es entwickelt.
Die Funktionsweise des Geräts beruht auf den Faktoren Rhythmus und Atmung. Der kleine tragbare Apparat besteht aus einem Prozessor, einem Sensorgurt und Kopfhörern. Der Sensor analysiert Atmungsmuster und -rhythmus des Patienten; darauf aufbauend wird in Echtzeit eine individuell auf den Anwender zugeschnittene Musik komponiert, die er über die Kopfhörer hört. Der Patient passt seine Atmung anschließend dem vorgegebenen Rhythmus an.
Durch eine Verlangsamung der Melodie wird auch die atemfrequenz reduziert, so dass der Benutzer langsam in den Bereich der therapeutischen Atmung von unter 10 Atemzügen pro Minute kommt. Während dieses therapeutischen Atmens tritt im Allgemeinen die Wirkung ein, dass sich die Muskeln um die kleinen Blutgefäße entspannen, das Blut freier fließt und sich der Blutdruck senkt. Bei einer Anwendung von nur 15 Minuten pro Tag kann in den meisten Fällen eine Senkung des Blutdrucks ganz ohne Nebenwirkungen erreicht werden. Der Einfluss einer niedrigen Atemfrequenz auf den Blutdruck ist ein neurophysiologischer Mechanismus, der sich wissenschaftlich erwiesen hat.
Ziel muss sein, den Blutdruck aus der für die Gesundheit problematischen Zone von Werten über 140/90 mmHg zu holen. Neben Diät und Sport macht neuerdings die nicht-medikamentöse Methode zur Bekämpfung des Bluthochdrucks von sich reden. Auf dem internationalen Markt gibt es "Resperate" seit einigen Jahren . Das von dem Unternehmen InterCure entwickelte Gerät ist weltweit von mehr als 70.000 Menschen gekauft worden. Seit diesem Sommer wird Resperate auch in Deutschland vertrieben (s. www.resperate.de).
Quelle: djd; Foto: djd/Resperate