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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Wissenschaftsrat fuer gut befunden

abgelegt im Archiv Prävention, Gesundheitsvorsorge am 12.05.08

Stammleser dieses Blogs wissen es längst. Immer wieder lästere ich hier über Pressemitteilungen. Wenn Sie die folgende gelesen haben, können Sie ja mal sagen, wie viel Sie verstanden haben ... (Ein Kommentar folgt unten ...)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Wissenschaftsrat evaluiert - Ergebnisbericht liegt vor

Heute hat der Wissenschaftsrat seine Begutachtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht. In seinem Gutachten bestärkt der Wissenschaftsrat, besetzt mit ausgewiesenen Wissenschaftlern und Experten, die BZgA darin, ihren Weg einer wissenschaftsbasierten Prävention und Gesundheitsförderung fortzusetzen.

Das Gutachten bezeichnet die BZgA als eine starke, in der gesundheitlichen Aufklärung erfolgreich tätige Einrichtung, die mit ihren wissenschaftlich fundierten Kampagnen wesentlich zur gesundheitlichen Prävention in Deutschland beiträgt. Prof. Dr. Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, erläutert dazu: "Darüber hinaus besitzt die Bundeszentrale das Potential, sich zu einem international voll konkurrenzfähigen Kompetenzzentrum für gesundheitliche Prävention zu entwickeln und sollte deshalb diese Rolle engagiert anstreben."

Prof. Dr. Elisabeth Pott, direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: "Ich freue mich sehr über dieses positive Ergebnis, das eine Bestätigung für die am aktuellen Stand der Wissenschaft orientierte Arbeitsweise der BZgA ist. Das Ergebnis ist ein enormer Ansporn, unsere Forschungsaktivitäten zu intensivieren, um die Effektivität und Effizienz der gesundheitlichen Aufklärung weiter zu steigern und unsere internationale Vernetzung auszubauen."

Das Gutachten steht im Internet unter www.wissenschaftsrat.de Aktuelles

Soweit also diese Pressemitteilung. Fragt sich ja auch, für wen sie gedacht ist: Für Journalisten, die sie weitergeben wollen? Oder erwartet man eine starke Umsetzungsarbeit des Menschen, der sie verwendet? Hat der dann dafür genügend Informationen?
"Evaluiert" in der Überschrift - zumindest ungeschickt. Die Arbeit der BZgA wurde in dem Gutachten bewertet, so ist es sicherlich gemeint. Wer hat das Gutachten in Auftrag gegeben? Nach welchen Maßstäben wurde die Bewertung vorgenommen? Man erfährt gar nichts darüber ... Und was soll man mit dem Ergebnis anfangen: Die BZgA werde darin bestärkt, "ihren Weg einer wissenschaftsorientierten Prävention und Gesundheitsförderung fortzusetzen". An welche Alternativen, die damit ausgeschlossen sein sollen, ist dabei gedacht? Esoterik-orientiert, naturheilkundlich orientiert, orientiert am gesunden Volksempfinden, orientiert an den Bedürfnissen der Bevölkerung, orientiert am Gewinn? Sie merken, wie nichtssagend der Satz über das Ergebnis ist.
Und dann das Zitat - ein Zitat muss sein in einer Pressemitteilung, denken manche Pressemitteilungsschreiber immer noch. Welchen Aussagewert hat das, dass die Direktorin der BZgA sich darüber freut? Wäre doch merkwürdig, wenn sie sich darüber ärgern würde, oder?




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Tags: BZgA  Gesundheitsaufklaerung 

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