Diabetes: ein Ei pro Tag, Risiko hoeher

Ehrlich gesagt, ich raufe mir wieder einmal die Haare. Durch ein tägliches Frühstücksei soll das Diabetes-Risiko steigen – das verbreitet unkommentiert die seriöse Ärztezeitung. Mag sein, das ist Chronistenpflicht – aber dass das Unsinn sein dürfte, kann man schon als Laie erkennen. Und es wird in der Meldung auch gar nicht erklärt!! Wahrscheinlich ist hier wieder einmal der Fehler gemacht worden, dass ein statistischer Zusammenhang zum Ursache-Wirkungs-Verhältnis erklärt wird. Ich esse zwar nicht täglich ein Ei, aber bei den Wanderungen am Wochenende habe ich immer zwei gekochte Eier bei mir – der Verzehr (erst eins, später das andere natürlich) bewahrt mich auf einfachste Art vor Unterzuckerung, und das werde ich ganz sicher nicht ändern.

Diabetes: ein Ei pro Tag, Risiko hoeher

Täglich ein Ei zum Frühstück – und das Diabetes-Risiko steigt, heißt es in der Meldung. Anhaltspunkte für einen solchen Zusammenhang glauben Forscher von der Universität Boston jetzt in den Daten von zwei großen epidemiologischen Studien ausgemacht zu haben.

In diesen beiden Studien – Physicians' Health Study I und Women's Health Study – war die gesundheitliche Entwicklung von fast 21 000 Männern und mehr als 36 000 Frauen über einen Zeitraum von im Schnitt etwa 20 Jahren dokumentiert worden. In dieser Zeit entwickelten 1921 Männer und 2112 Frauen einen Typ-2-Diabetes.

Der Genuss von sieben oder mehr Eiern pro Woche war im Vergleich zu einer Ernährung ohne Eier bei Männern mit einem um 60 Prozent höheren und bei Frauen mit einem um 77 Prozent höheren Diabetes-Risiko assoziiert, so das im Fachblatt "Diabetes Care" online veröffentlichte Ergebnis der Analyse. Darf ich noch einmal fragen: WARUM??

Textquelle: http://www.aerztezeitung.de Bild: berwis bei pixelio.de


5 Responses to “Diabetes: ein Ei pro Tag, Risiko hoeher”

  1. Rolf Says:

    Jaha
    Die Studie sagt dass viel Ei essen das Risiko für Diabates 2 erhöht, das ist eine Tatsache ob wir wissen warum das so ist oder auch nicht. Ich halte es für ungeheuerlich dass man auf einem “Gesundheits”blog so einen Kommentar wie den obigen veröffentlicht. Es ist natürlich jedem selbst überlassen wie er seine Gsundheit ruiniert. Ich halte den Komentar mit seinerzeit veröffentlichten Kommentaren zur “Harmlosigkeit” von Rauchen vergleichbar. Wir wissen das Rauchen schädlich ist ohne dass der einzelne Laie genau auf biochemischem Niveau weiss wieso das so ist.

    So ein ungefilterter Kommentar macht in meinen Augen den ganzen Gesundheitsblog unglaubwürdig und letztendlich wertlos.

    Ein wenig mehr Ernsthaftigkeit und echte Sorge um unsere Gesunheit wäre am Platz.

  2. Helge Says:

    Danke für den Kommentar, der in jedem Fall willkommen ist. Dennoch: Der Kommentar ist durch Kursivschrift deutlich erkennbar – und, wie in Blogs üblich, auch pointiert (tut man das nicht, sind die “großen Blogger” auch nicht zufrieden …). Jeder kann sich also selber ein Bild machen. Ich zweifle gar nicht das statistische Ergebnis an und empfehle auch NICHT, täglich ein Ei oder mehr (!) zu essen (das ist wohl mit anderen Faktoren zusammen nicht gesund). Ich bezweifle nur den KAUSALzusammenhang – hier liegt ein wissenschaftliches Grundproblem vor: Analogien sind nicht immer ein Ursache-Wirkungs-Verhältnis. Da dazu auch gar nichts gesagt wird (es heißt “assoziiert”), haben die Forscher dazu wohl auch noch keine Meinung; deshalb meine Schlussfrage: WARUM?
    Für Diabetes gibt es andere Kausalfaktoren, die man auch kennt – allerdings ist die Erkrankung ganz klar “multifaktoriell” bedingt, es gibt also NICHT DIE EINE URSACHE! Bestimmt sind Süßigkeiten und andere Kohlehydrate daran viel eher beteiligt als ausgerechnet Eier.
    Das Raucherbeispiel als Vergleich hinkt insofern, als man da die Kausalfaktoren wirklich gut kennt und Nikotin sowieso ein Gift, also kein Nährmittel ist.
    Ich hoffe ja trotzdem, dass Sie meinen Gesundheitsblog nicht pauschal verurteilen, denn ich bemühe mich um Vielfalt, und die pointierten Kommentare gibt es auch nicht immer.

  3. Ilka Says:

    sorry wenn ich das jetzt so sagen muss, aber was du da mit dem ei und dem unterzuckern schreibst ist kompletter unsinn! eier haben keine kohlenhydrate und somit keinerlei auswirkungen auf den blutzucker, können also niemals vor einer unterzuckerung bewahren!!!

  4. Helge Mücke Says:

    Zum Kommentar von Ilka:
    Aber, aber, die Blutzuckerwerte steigen doch nicht nur direkt durch Kohlenhydrate. Das ist doch ein sensibler Regelkreis, der auf Nahrungsaufnahme reagiert. Lässt sich bei http://de.wikipedia.org/wiki/Blutzucker nachlesen – leider sehr wissenschaftlich-abgehoben …
    Ich meine v.a. die Sätze, die beginnen mit
    “Der Blutzuckerspiegel wird durch das Wechselspiel zweier Peptidhormone der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) reguliert. Diese Drüse enthält in ihren α- und β-Zellen Blutzucker-Sensorsysteme, die wie folgt ansprechen: …”

    Aber du weißt das natürlich, denn du machst ja einen Diabetes-Blog, den ich vielleicht öfter verfolgen sollte … danke für den Hinweis.
    Zum Grundsätzlichen noch: Der Laie meint ja immer, man müsse dann Traubenzucker nehmen – aber das sollte man wirklich nur im Notfall, habe ich natürlich auch mit. Es schießt ja zu schnell ins Blut. Anders: Wenn immer es möglich ist, sollte man etwas zu sich nehmen, was LANGSAM abgebaut wird und deshalb den Blutzuckerwert ALLMÄHLICH steigert. Beim Wandern haben sich Vollkornbrot und gekochte Eier bei mir bewährt – aber natürlich kann ich nicht gleich weiterrennen, sondern muss eine Pause machen. “Unterzucker” ist hier auch relativ zu sehen – ich warte nicht bis kurz vor der Ohnmacht. Bekanntlich sind bei Diabetes II Bewegung und “richtige” Ernährung die beste Therapie. (Die Gierattacken auf Süßes – Normalsüßes – gibt es bei mir praktisch nicht.)

    Aber das habe ich ja nur “nebenbei” als Erfahrungsbeispiel erwähnt – viel interessanter wäre ja zu erfahren, wie du das mit dem angeblichen Ursache-Wirkungs-Verhältnis zwischen Eikonsum und Diabetesrisiko bewertest. Wegen nur 0,42 g Kohlenhydrate auf 60g verzehrbarem Anteil doch eher unwahrscheinlich?
    (Zahlen habe ich hier nachgelesen: http://www.cma.de/content/eier/naerwert-eines-eies.php )

  5. Ilka Says:

    über kurz oder lang beeinflußt jedes gramm kohlenhydrat den blutzucker, das eine schnell, das andere langsamer. nicht umsonst muss
    ich für alle kohlenhydrate die ich esse insulin spritzen. da ist es egal, ob es ein apfel, brot oder ein kleines stück schokolade ist.
    einige kohlenhydrate gehen sehr schnell ins blut, die anderen weniger schnell, wie zum beispiel vollkornprodukte.
    aber alle beeinflussen den blutzucker.
    eier gehören definiv nicht dazu. sie gehören zu den lebensmitteln die man als diabetiker nicht mit insulin abdecken muss, da sie keine
    kohlenhydrate besitzen. was dich bei deinen wanderungen vorm unterzucker bewahrt ist das vollkornbrot, aber nicht das ei!
    vor sportlicher betätigung esse ich meist müsli-oder energieriegel, für den notfall habe ich dann traubenzucker oder apfelsaft dabei.
    ob nun diabetes durch das tägliche frühstückei ausgelöst werden kann, mag ich nicht zu beurteilen. die genaue ursache für diabetes (zumindest typ I) ist bis heute nicht geklärt. was zunächst als erbkrankheit galt, trifft heute noch auf kaum einen typ Ier zu. bei mir zum beispiel gibt es auch
    keine weiteren diabetesfälle in der familie, umweltfaktoren wurden damals als mögliche ursache gesehen. leider gibt es viel zu viele
    krankheiten deren ursache nicht richtig erforscht ist. für manche mag es vielleicht komisch klingen den ursprung im hühnerei zu suchen, aber ich denke man sollte das alles nicht auf die leichte schulter nehmen. aber davon einmal abgesehen,
    ich kenne niemanden der wirklich jeden morgen ein ei isst….. :-)

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