Dopingtest nach Glühwürmchen-Methode
abgelegt im Archiv Medizin-News am 08.02.06
Die Zahl der Dopingskandale wird immer größer - und viele Dopingfälle werden gar nicht erkannt.
"Die Liste der Dopingmittel ist lang. Sie liest sich wie ein Cocktail aus biologischen und chemischen Smarties. Die einzelnen Substanzen unterscheiden sich darin, wie lange sie im Blut oder Urin nachgewiesen werden können. Ebenfalls unterschiedlich sind die Verfahren, mit denen der Nachweis erbracht werden kann ..... Hinzu kommen chemisch manipulierte Substanzen bzw. ganz neue, deren Wirkung bisher unbekannt ist. Fazit: Die Kontrollinstanzen wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die nationalen, wie die NADA, sind selbst bei bestem Willen überfordert."
Neue biologische Doping-Testmethoden könnten abhilfe schaffen.
Ein innovatives Beispiel ist SteroCheck, das an der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Uni Bonn entwickelt wurde. Das Verfahren wurde den Glühwürmchen "abgeguckt".
Das Leuchten ihrer Weibchen funktioniert durch das Enzym, den Wirkstoff Luciferase - bei seiner Anwesenheit reagiert Luciferin mit ATP und Sauerstoff (Oxidation), das Leuchten beginnt (Biolumineszenz).
Mit SteroCheck können Dopingsünder durch Urinproben überführt werden, die gegebenenfalls leuchten. Das Leuchten vollbringen im Labor gezüchtete Zellen mit vor allem einem Eiweiß, das dem Bauplan der Glühwürmchen entspricht.
Leider werden damit nicht alle Dopingmittel erfasst - doch die meisten (etwa 60 %), auch neue. Weitere Einzelheiten enthält der Bericht von Karin Bäck bei doccheck (von dort stammen die gekennzeichneten Zitate).
Bildquelle: http://www.naturhistorisches-museum.de/gl%C3%BChwurm.html

Permalink: Dopingtest nach Glühwürmchen-Methode
Tags: Doping biologische nach gesundheit glã¼hwã¼rmchen dopingtest+nach gl&ati
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Kommentar von:
Dr. Raimund Grau
(03.04.07 23:20 Uhr)
Der Autor hat offensichtlich weder das Prinzip der Biolumineszenz noch das dieser Testmethode verstanden. Es ist deshalb sehr zu empfehlen, das Original bei doccheck zu lesen.
Kommentar von:
Helge
(18.04.07 0:43 Uhr)
Den Originaltext nachzulesen, ist in jedem Fall gut - deshalb habe ich ja den Link angegeben. Weshalb man der knappen Zusammenfassung entnehmen kann, ich habe die Methode nicht verstanden, weiß ich nicht - aber da kann der Kommentator natürlich sagen. quod erat demonstrandum. Danke in jedem Fall für den Kommentar - wenn sich jemand direkt zur Sache äußert, freut mich das immer!
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