Drogen – UN warnt vor Verharmlosung

Am Mittwoch hat das Internationale Suchtstoff-Kontrollamt (ICNB) den jährlichen Drogenbericht der Vereinten Nationen (UN) in Wien vorgestellt. Eine der Aussagen der Publikation: Prominente, über deren Drogenmissbrauch ausführlich in den Medien berichtet wird, sind schlechte Vorbilder und tragen zur Verharmlosung von Suchtmitteln bei. Wenn die Drogendelikte von Popstars und Schauspielern keine strafrechtlichen Folgen nach sich ziehen, könne das bei jungen Menschen den Eindruck vermitteln, dass es sich bei Drogenmissbrauch um ein harmloses Kavaliersdelikt handle.
Die in Europa am häufigsten konsumierte Droge ist laut dem aktuellen Bericht weiterhin cannabis (Hanf) – am meisten wird in Italien und Spanien gekifft. Auf Platz zwei kommt in Europa und Nordamerika Kokain, wobei der Konsum hier insgesamt im Zunehmen begriffen ist. Einzig Ã-sterreich bildet eine Ausnahme: Hier wurde laut der Tageszeitung "Die Presse" im Jahr 2007 weniger geschnupft als in den Jahren zuvor. Weltweit nehme auch der Missbrauch von rezeptpflichtigen Medikamenten zu, heißt es in der UN-Publikation weiter. Allein in den USA sind rund 6,4 Millionen Menschen von Arzneimitteln abhängig.
Quelle: unodc.org; diepresse.com; focus.de