Dunkle Schokolade schützt vor Herzinfarkt

Durch Schokolade kann die Blutgerinnung verzögert werden – das zeigt sich nach einer neuen Forschungsarbeit bereits bei geringen Mengen. Genauer gesagt: Das Verklumpen der Blutplättchen wird hinausgezögert und damit letztlich das Herzinfarktrisiko gesenkt.
Versuchspersonen mussten täglich einen Schokoriegel (mit hohem Kakao-Anteil) oder eine Tasse Kakao zu sich nehmen bzw. (in der Vergleichsgruppe) nichts davon. Bei letzteren setzte die Gerinnung nach durchschnittlich 123 Sekunden ein, bei den Schokoladenessern / Kakaotrinkern nach 130 Sekunden.
Die Arbeit wurde in Baltimore von Diane Becker und Kollegen ausgeführt, die darüber bei einem Treffen der amerikanischen Herzgesellschaft in Chicago berichteten.
In dem kurzen Bericht der Ärzte-Zeitung, dem ich das entnommen habe, gibt es allerdings keine Angaben über die Zahl der Versuchspersonen, den Kakaoanteil in der Schokolade usw.
Etwas mehr erfährt man bei Men's Health,
wo es heißt: Zu den "Erkenntnissen kamen Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Washington eher per Zufall: Eigentlich hatten sich 1200 Probanden für eine Herzstudie verpflichtet, die Finger unter anderem von Schokolade zu lassen. 'Wir wussten, dass es Missetäter geben würde', erklärt Studienleiterin Diane Becker. 'Einige Teilnehmer hatten uns vorher schon erklärt, sie könnten auf Zigaretten, Alkohol und ähnliches verzichten, nur nicht auf Schokolade.'" (Da ein anderer Ort genannt ist, bezieht sich dies allerdings wahrscheinlich auf eine Vorstudie.)
Die Originalarbeit ist hier zusammengefasst; Angaben zu der wissenschaftlichen autorin lassen sich an dieser Stelle nachlesen.
Bildquelle: theobroma-cacao.de