Ein Platz für Wildkräuter

Spitzwegerich, Gundelrebe, Franzosenkraut, Eisbegonie oder Magentamelde – wie das wohl schmecken mag? Bei Wegerich und Gundelrebe habe ich ja noch eine gewisse Vorstellung, Melde kenne ich auch, aber Magentamelde? (Bei mir in der Nähe ist im Moment sehr viel Knoblauchsrauke zu finden, kennen auch nicht viele Leute.)
Das alles und noch viel mehr kann man südlich von Stralsund auf dem Gelände des Gutes Boltenhagen kennenlernen. Und erwerben! Olaf Schnelle und Ralf Hiener haben hier nämlich ab Ende der 90er Jahre ein kleines Paradies geschaffen, in dem sie mehr als 80 verschiedene Wildkräuter, Gemüse und Salate anbauen. Edelrestaurants in ganz Deutschland und auch viele Privatkunden zählen inzwischen zu ihren Abnehmern, die auf den Geschmack gekommen sind. Fünf Hektar, alles biologisch bewirtschaftet.
Bei Sonnenaufgang werden die Kräuter täglich geerntet und am selben Tag frisch verschickt. Außer den Kräutern selbst werden zunehmend auch Salat-Kräuter-Mischungen und Wildkräuter-Pesto-Kreationen angeboten. Ein Geheimtipp sollen die Obstgelees aus dem vorpommerschen Gutshof sein. Hiener veredelt nämlich den Most von 30 uralten apfel- und Birnensorten mit erlesenen Zutaten wie Oregano, Malve oder Bronzefenchel aus seinem Kräutergarten.
Lesen Sie mehr über diese besondere unternehmerische Initiative für eine gesunde Ernährung bei humannews.de oder direkt bei http://www.essbare-landschaften.de. (Die Homepage lohnt wirklich das Anschauen – sie macht Appetit.)
Bildquelle: http://www.roh-essen.de/stand_archiv2.htm