Festhaltetherapie – was ist denn das?

Ja, tatsächlich: Festhalten ist gemeint, eine Therapieform, die ursprünglich für Autisten entwickelt wurde. Das konnte ich einer Mitteilung bei openPR entnehmen. Klar, da sind leicht Missverständnisse möglich. Ist das nicht zu zwanghaft, darf ein Therapeut so stark nahe-kommen? Was geschieht dann bei ihm? Ohne Frage diskutierbar, doch lesen Sie:
"Die Festhaltetherapie vereint in idealer Weise die Vorteile und Möglichkeiten verschiedener therapeutischer Methoden", so erika Langthaler, Festhaltetherapeutin nach Prekop in Wien, "systemische, analytische, verhaltenstherapeutische und körperorientierte Ansätze machen die Probleme meiner KlientInnen be-greif-bar und führen rasch zu merkbaren Fortschritten." Im Mai 2008 startet unter ihrer Leitung der erste Ausbildungslehrgang in Ã-sterreich.
Festhaltetherapie = Erziehung durch Zwang? Herz&Halt = eine neue Single-Börse? Die Begriffe sind mitunter erklärungsbedürftig, die Methode an sich für viele psychotherapeutisch tätige Menschen – und vor allem deren Klienten – eine Offenbarung und ein Segen. Denn Schmerz, Wut und Angst bestimmen oft unsere Beziehungen und unser Leben, ohne dass es uns bewusst ist.
Ursprünglich für autistische Kinder angewandt, wurde die Festhaltetherapie vor rund zwanzig Jahren von Dr. phil. Jirina Prekop, Dipl.-Psychologin, für Erwachsene weiterentwickelt und schließlich um die systemischen Ordnungen erweitert. Oft musste Dr. Prekop Anfeindungen standhalten und wieder und wieder erklären, worum es wirklich geht: "Das Festhalten stellt ein Medium dar, unter dem ein sprachlich nicht zu bewältigender Konflikt zwischen zwei zueinander gehörenden Menschen in enger Umarmung ausgedrückt, ausgetragen und ausgesöhnt wird, bis sich die beiden ineinander eingefühlt haben und ihre Liebe wieder fließen kann." Aussöhnung mit nicht anwesenden Personen unter Visualisierung und die Ereignisse rund um die Geburt werden ebenfalls durch Festhalteprozesse "behandelt".
Mehr lesen Sie hier: www.herzundhalt.at (Bild von dort)