abgelegt im Archiv
Ernährung
, Medizin-News
, Prävention, Gesundheitsvorsorge
von muecke am 12.05.07

Insofern berichte ich von diesem Forschungsergebnis, das an Mäusen gewonnen wurde, mit großer Skepsis. Grundsätzlich geben Gene nur einen RAHMEN an, der meistens ziemlich weit ist, manchmal auch eng (in dem Fall kann man dann von Erbkrankheit sprechen). Weiter Rahmen heißt: Nicht jeder, der das Gen hat, wird krank!
Schon Diabetes ist KEINE Erbkrankheit und auf gar keinen Fall ist Übergewicht eine Erbkrankheit!!
Doch hören / lesen Sie von dem neuen Forschungsergebnis, von dem ich über openPR erfuhr:
Es gibt, was mir auch neu war, einen noch jungen Forschungszweig: die Nutrigenomik. Sie untersucht die Wechselwirkungen zwischen Genom (Gesamtheit der Erbanlagen) und Ernährung und deren Wirkung auf die Gesundheit. Hierbei spielt die Funktion der Mitochondrien eine entscheidende Rolle, denn sie stellen dem Körper kurzfristig Energie zur Verfügung. Sie sind sozusagen die "Kraftwerke" der Zelle - in Minigröße natürlich.
Ein Team um den Jenaer Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. med. Michael Ristow (1) untersuchte Mäuse, die eine Unterfunktion der Mitochondrien aufwiesen. Ergebnis: Bei unveränderter Ernährung und gleichem Bewegungsumfang nahmen Mäuse an Gewicht und Umfang zu - aber nicht alle. Nur diejenigen Mäuse, die ungesund und kalorienreich fraßen, wurden dicker. Zusätzlich sind diese Mäuse auch an Diabetes erkrankt. Bei einer gesunden und ballaststoffreichen Ernährung blieben die Mäuse hingegen schlank.
"Die Wissenschaftler vermuten", so heißt es wörtlich in der Zusammenfassung, "dass die Beeinträchtigung der Mitochondrienfunktion zu einer vermehrten ablagerung der überschüssigen Nahrungskalorien als Fettgewebe erfolgt."
Bekannt sei auch, dass die Funktion der Mitochondrien im Alter nachlässt. Das kann man damit in Zusammenhang bringen, dass viele Menschen mit den Jahren immer dicker werden, obwohl sie sogar weniger als vorher essen.
Weitere Infos unter vision-druckmedien.de. Das Foto wurde ohne weitere Quellenangabe über openPR mitgeliefert.
Wissenschaftliche Quelle:
(1) M. Ristow et al: Reduced expression of mitochondrial frataxin in mice exacerbates diet-induced obesity, PNAS 2007, 104: 6377-6381
Über eine mögliche Erbbeteiligung an Fettleibigkeit hatte ich in diesem Blog schon einmal berichtet (damals ging es um Forschungsergebnisse aus Marburg).
Tags:
Uebergewicht
Übergewicht
Fettleibigkeit
Adipositas
Dicke+in+Deutschland
Schlankheit
Erbanlagen
Nutr
Trackback: http://publish.creative-weblogging.com/publish/mt-tb.pl/68653
Wong
Stimmen Sie ab für Fit statt Fett - Uebergewicht in Deutschland: Alles nur vererbt? Nutrigenomik:
|
Dieser Eintrag wurde mit: 8.50 Punkten (von 2 Stimme(n) insg.) bewertet.
|
Abonnieren
Suchen Sie nach weiteren Artikeln
| RSS | Alle Abonnements sehen |
|
Was ist RSS? | |
| Yahoo! |
|
| MEIN MSN |
|
| Bloglines |
|
| Newsletter | |
| Followen Sie uns bei Twitter! |















