Fruehrente bei Depression: Gutachten der Psychiatrie oft unzuverlässig
abgelegt im Archiv Fit im Alter, Pflege , Seelische Gesundheit, Psyche am 02.10.07
Psychiatrische Gutachten zur Frührente bei depressionen sind nicht sehr zuverlässig - so das Ergebnis einer Studie, die mir über Google-Alert von pr-inside zur Kenntnis kam (eigentliche Quelle AP).
Nun gut, dachte ich, das sind eben "Gefälligkeits-Gutachten", oder wie immer man das benennt.
Aber:
Die Studie wurde an einem konstruierten Fall erarbeitet! Der Fall soll so konstruiert gewesen sein, dass die Voraussetzungen für eine dauerhaft aufgehobene Erwerbsunfähigkeit gegeben wären. Dennoch haben von den 22 befragten Nervenärzten und Psychiatern nur acht eine wesentliche Einschränkung der Erwerbsfähigkeit gesehen (Teilerwerbsminderungsrente) und nur vier haben das Leistungsvermögen der Betroffenen geringer als drei Stunden eingeschätzt (das wäre die Voraussetzung für eine Rente in voller Höhe).
Gutachter seien gehalten, Klagen von Patienten ernst zu nehmen, heißt es. Da es grundsätzlich keine objektiven Urteile geben könne, sondern nur Wertentscheidungen, müsse man damit leben, dass man als Patient in einem solchen Verfahren an einen strengen oder an einen gutherzigen Gutachter geraten könne - so lautet das Fazit der Autoren. Fürwahr kein zufriedenstellendes Fazit für den (möglichen) Patienten!
Bildquelle: sozialticker.com (mit beratend-informativer Funktion)

Tags: Frührente Gutachter Gutachten Psychisches+Gutachten Psychiatrie
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Wong
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