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Gesundheitsreform: Kleiner Frau, kleinem Mann bleibt nur Preisdruck durch Online-Bestellung

abgelegt im Archiv Gesundheitsreform, Gesundheitspolitik , Gesundheitsreform, Gesundheitspolitik , Verbraucherinformation am 31.01.07

Gesundheitsreform: Kleiner Frau, kleinem Mann bleibt nur Preisdruck durch Online-Bestellung
Die Diskussionen nehmen kein Ende - die Proteste auch nicht (s. Hinweis weiter unten). Das klingt schon hart, was hier am Anfang gesagt wird: Die Lobbyisten haben sich durchgesetzt, der "Kunde ist immer der Dumme" (so lautete die Überschrift, die ich hier nicht übernommen habe). Ich bin nicht uneingeschränkt für den Online-Medikamentenkauf, aber wenn dadurch erreicht wird, dass die Apothekenpreise (in den nicht-virtuellen) heruntergehen, kann ich das nur begrüßen. Bei mir hier zu Hause, nur als Beispiel, in einem Stadtteil Hannovers: drei Apotheken zwischen zwei Straßenbahnhaltestellen, keiner kann mir erzählen, dass das erforderlich ist ...

"Nachdem die Gesundheitsreform von den Lobbyisten, z. B. der Pharmaindustrie, den Ärzte- und Apothekerverbänden, den Kassenärztlichen Vereinigungen, den Krankenkassen usw., so beeinflusst wurden, dass jeweils ihre Interessen gut gewahrt bleiben, wird am Ende der kleine Mann/Frau, der/die einsame Wähler/-in, die Zeche wieder zahlen. Wir können nur einmal in fünf Jahren zur Wahlurne gehen und unseren politischen Willen zeigen. In der übrigen Zeit bestimmen die mächtigen Interessensverbände die politischen Rahmenbedingungen zum Thema 'Volksgesundheit'.

Aus Patientensicht ist die Einflussnahme auf Entscheidungen und daraus resultierenden Kosten und Leistungen nur sehr begrenzt möglich. Wir zahlen mal wieder das, was andere sich in die 'Tasche stecken'. Die Lobby der Patienten ist kaum in Berlin oder einem Ministerium vertreten. Gezahlt wird, was die Krankenkasse verlangt, was der Arzt abrechnet und was der Apotheker auf den Tresen legt. Was für eine Ohnmacht!

Einen kleinen Ausweg können wir uns schaffen, wenn wir das, was der Apotheker verlangt, besser 'unter die Lupe nehmen'. Der Kunde kann heutzutage durch die Transparenz im Internet Produkte und Informationen suchen, Preise vergleichen und damit sein eigenes Portemonnaie schonen. Online-Apotheken in In- und Ausland, insbes. in Holland, bieten Preissenkungen von bis zu 50% des handelsüblichen Verkaufspreises an. Dabei stellt Doc Morris die Speerspitze der Bewegung dar. Wenn er jetzt im Franchising eine europaweite Apothekenkette aufbaut, wird das einen erheblichen Einfluss auf das Preisgefüge von freiverkäuflichen Präparaten haben. Der Preisdruck wird zu einer Ausdünnung der jetzt ca. 22.000 Apotheken in Deutschland führen. Aus meiner Sicht werden 50% der heutigen Apotheker bis in 10 Jahren aufgeben.

Eine derzeit relevante Chance aus der benachteiligten Kundenrolle etwas gestärkt heraus zu kommen sind die Informationsmöglichkeiten im Internet. Über Preissuchmaschinen und Gesundheitsportale, wie bspw. www.medizin-markt.eu oder www.medizinfuchs.de, können sich Käufer/Patienten die kostengünstigsten Preise für ihre benötigten Produkte heraussuchen. Interessanterweise sind Preisschwankungen von 30-50% zwischen Apotheken zu beobachten, die das gleiche Präparat in der gleichen Ausführung und Menge anbieten.

Meine These ist: Je mehr Kunden eine optimierte Direktbestellung über Online-/Versand-Apotheken in Anspruch nehmen, desto schneller werden die vielerorts überhöhten Apothekenpreise angepasst und auf ein kundenfreundlicheres Niveau gestellt. Wenn der Kunde dieses Potential nutzt, wird der "Apotheker an der Ecke" dies in seinem Geldbeutel spüren und evtl. umsteuern!"

Quelle: Pressemitteilung der Innovation-Team GmbH, 63512 Hainburg, bei openPR.

Zu dem Anfang der Aussagen - Stichwort Lobbydruck - passt die Protestnote der Angestellten-Krankenkassen, die Sie im presseportal von ots nachlesen können.

Bildquelle: hek.de


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Tags: Gesundheitsreform  OnlineApotheken  Apotheken  Pharmapreise  Arzneimittel  Medikamente  Preisdruck  Kassenp 

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