Gesundheitsreform: Report Mainz prangert getuerkte Rundfunkberichte an

Gesundheitsreform: Report Mainz prangert getuerkte Rundfunkberichte an

Diesmal geht es um gesundheitspolitik und um Medienpolitik zugleich.
Hoffentlich bin ich darauf nicht auch schon hereingefallen. Bei "Report Mainz" war es heute zu sehen – Ministerien wie das Familien- und das Gesundheitsministerium schreiben selber Berichte, die von den Redaktionen übernommen werden sollen und natürlich einseitig sind, immer "pro domo". Daran ist so noch nichts Ungewöhnliches – jeden Tag werden zahllose PR-Mitteilungen produziert – oft ziemlich schlecht, ich habe es hier mehrfach kritisiert; macht doch nichts, keine Redaktion, kein Journalist muss sie übernehmen. Aber was Report Mainz kritisiert, geht weit darüber hinaus – und vor allem wird der Hörer/Leser getäuscht!

Das Gesundheits-Minsterium (wie auch das Familien-Ministerium) lässt ganze Hörfunk-Sendungen von einer Agentur produzieren – die wie frei redaktionell erarbeitete Sendungen klingen, für den Hörer nicht unterscheidbar, in Wirklichkeit einseitige fertige Produkte sind. Die Redaktionen werden dadurch unter Druck gesetzt, dass sie auch noch pro ausgestrahlter Sendung BEZAHLT werden.

Lesen Sie mehr dazu beim SWR, wo Sie auch eine Video-Wiedergabe finden.

Bild: "Knipsermann" (Ernst Rose) bei pixelio.de


2 Responses to “Gesundheitsreform: Report Mainz prangert getuerkte Rundfunkberichte an”

  1. Germer Says:

    Würden Sie mit Verlust arbeiten? Ich hasse die polemik.

  2. Helge Says:

    Polemik sind Frage und Bemerkung aber auch, oder? Natürlich darf man (als Journalist usw.) Erleichterungen in Anspruch nehmen – um nicht mit Verlust arbeiten zu müssen -, das tue ich auch, wenn ich eine Pressemitteilung mehr oder weniger übernehme.
    Kritisiert wurde hier die TÄUSCHUNG. Und der materielle Druck, der ausgeübt wird.

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