Handys – gefährliche Wirkung?

Ob Handys negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnten, ist seit rund 20 Jahren umstritten. Konsumenten und einige Wissenschaftler fürchten, dass verschiedene Krebsarten und andere Krankheiten durch die von Mobiltelefonen ausgehenden elektromagnetischen Felder ausgelöst werden könnten.
Zwar gibt es auch unter den Forschern viele Skeptiker, aber wirklich erklären ließe es sich mit der konventionellen Physik nicht, wie nicht-ionisierende Strahlen niedriger Energiestufe chemische Brüche in der DNS verursachen sollten, die Krebs auslösen könnten.
In einer neuen finnischen Studie wurde jetzt nicht das Für oder Wider bewiesen, sondern nur der Nachweis geführt, dass unterschiedliche genetische Voraussetzungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Bei Gewebekulturen allerdings – ob das auch beim ganzen Menschen gilt, ist noch die Frage. Wenn ja, würde das heißen: Die Reaktion auf die Strahlung kann bei den einzelnen Personen verschieden sein; die (von den Erbanlagen mit bestimmte) Empfindlichkeit ist unterschiedlich.
"Mobile phone radiation causes changes in gene and protein expression in human endothelial cell lines and the response seems to be genome- and proteome-dependent (p NA)" heißt die Arbeit von Reetta Nylund, Dariusz Leszczynski (online veröffentlicht: 28 Jul 2006, DOI: 10.1002/pmic.200600076). Es wurden zwei Varianten einer menschlichen Kultur aus Endothel-Zellen mit jeweils leicht veränderter Genstruktur verwendet. Beide wurden GSM-Telefonen mit 900 MHz ausgesetzt. Dann wurde durch einen Blick auf die vorhandene RNA überprüft, welche Gene sich ausbildeten (Transkriptomik). In einem zweiten Test wurden die Zellen dann nach Veränderungen bei der Anzahl der entstandenen Proteine untersucht (Proteomik).
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Bildquelle: http://www.handy-base.de