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Chirurgie, Unfallbehandlung
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von muecke am 04.01.08

Auch großflächige Hauttransplantationen sollen damit möglich werden, ohne dass dem Patienten zuvor eine weitere Wunde zur Entnahme des Transplantats zugefügt werden muss. Ab diesem Jahr wollen die Wissenschafter des Leipziger Fraunhofer-Instituts über ihr Verfahren "EpiDex" monatlich für etwa zehn bis 20 Patienten Haut-Transplantate züchten.
Bisher haben Ärzte zum Verschließen von großen oder chronischen Wunden Eigenhaut-Transplantate eingesetzt, die meistens vom eigenen Oberschenkel entnommen wurden; was starke Narben verursachte.
Für das neue Verfahren, das in Reinräumen (absolut keimfreien Räumen) durchgeführt wird, müssen die Experten dem Patienten lediglich ein paar Haare aus dem Hinterkopf zupfen. Aus den Haarwurzeln gewinnen die Forscher dann adulte ("erwachsene") Stammzellen.
Diese Stammzellen werden dann etwa zwei Wochen in einer Zellkultur vermehrt. Sind erst einmal genügend Zellen vorhanden, leiten die Wissenschaftler die Umwandlung in Hautzellen ein. Diese sogenannte differenzierung geschieht, wenn die Nährflüssigkeit in den Zuchtgefäßen reduziert wird und die Oberseiten der Zellen nicht mehr bedeckt sind.
Denn damit kommt es zu Kontakt mit der Luft - und durch den erhöhten Druck, den der Sauerstoff auf die Zelloberflächen ausübt, differenzieren sie sich zu Hautzellen.
Die Forscher züchten auf diese Weise viele kleine Hautstücke, die für jeden Patienten individuell hergestellt werden und aneinandergelegt eine Fläche von zehn bis 100 Quadratzentimetern ergeben. Ein großer Vorteil des Verfahrens ist der Umstand, dass das gezüchtete Hautgewebe narbenfrei anwächst.
Nach 72 Tagen soll das neue Gewebe nicht mehr von gesunder Haut zu unterscheiden sein.
Einzelheiten: http://derstandard.at
Bild: sunny33 bei pixelio.de
Permalink: Haut zur Transplantation aus Haaren gewonnen
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Wong
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