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Medizin-News
von muecke am 30.06.06

Das haben Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum jetzt eindeutig belegen können: Herpes-Viren sind nicht an der Entstehung von primären Hirntumoren - Gliomen - beteiligt, wie man lange angenommen hat. Frühere Ergebnisse einer amerikanischen Forschergruppe hatten für die annahme gesprochen.
Herpes-Viren können grundsätzlich die Gliazellen des Gehirns befallen, aus denen sich Gliome entwickeln.
In den Gewebeproben von 77 Patienten, die Sabine Poltermann in ihrer virologisch-epidemologischen Studie untersuchte, waren keine Zytomegalie-Viren festzustellen (eine bestimmt Art von Herpesviren). Auch in den Blutproben waren keine Viren nachweisbar.
Bei einer weiteren Untersuchung ging es um den Zusammenhang zwischen überstandenen Virusinfektionen und dem Risiko, an Hirntumor zu erkranken. Ergebnis: Die Häufigkeit von Herpes-Infektionen war bei Hirntumor-Patienten nicht höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung.
Originalarbeit: "Lack of association of herpesviruses with brain tumors", Sabine Poltermann, Brigitte Schlehofer, Karen Steindorf, Paul Schnitzler, Karsten Geletneky und Jörg R. Schlehofer. Journal of NeuroVirology Band 12, Seite 90, 2006
Quelle der Meldung: http://idw-online.de/pages/de/news165734
Bildquelle: http://www.neurolabor.de/script4-Planung/scriptA.htm
Permalink: Herpes nicht "schuld" an Hirntumoren
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Wong
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Kommentar von:
Nicole
(17.10.07 14:03 Uhr)
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