Herzkrankheiten: bald neue Therapien durch Stammzellen?
Heute möchte ich wieder einmal eine hochwissenschaftliche Meldung weitergeben – aber es ist nur ein Zwischenstand, ein weiterer Schritt, der hoffen lässt:

Max-Planck-Wissenschaftler haben herausgefunden, wie adulte Stammzellen den Weg zum kranken Herz finden
Neuartige Zelltherapien zur Behandlung von Herzerkrankungen stoßen derzeit auf großes Interesse bei Wissenschaftlern und Medizinern. Als besondere Hoffnungsträger gelten dabei so genannte adulte* Stammzellen, welche die Fähigkeiten besitzen, für erkrankte Organe notwendige Ersatzzellen zu liefern. Das Potential solcher Stammzellpopulationen wurde bereits in zahlreichen tierexperimentellen und klinischen Studien untersucht – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in bad nauheim haben nun die Schlüsselfaktoren identifiziert, mit denen diese Zellen den Weg vom Blut ins geschädigte Organ finden. Die Wissenschaftler hoffen nun auf neue Möglichkeiten, mit denen die Effizienz von Stammzelltherapien zukünftig gesteigert werden können (Cell Stem Cell, 5. Juni 2008).
*adult = "erwachsen", im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen, die noch weniger speziell sind – s. wikipedia
Quelle für Text und Bild: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. über idw, den Informationsdienst Wissenschaft
Bildunterschrift: Abb. Multipotente mesenchymale Stammzellen nach der Aktivierung des CCR2 durch seinen Liganden MCP-1. Vermittelt durch FROUNT bauen die Zellen ihr Zellskelett so um, dass sie für die Wanderung bereit sind. Rot: Aktinfilamente des Zytokskeletts, grün: Markerfarbstoff, blau: Zellkerne
Bild: Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung
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