Hirnforschung: Synästhesie, Koppelung von Sehsinn und Tastsinn, bedeutet starke Empathie

Synästhesie nennt man die elementare Verbindung zwischen zwei Sinnesqualitäten – zum Beispiel gibt es Menschen, die Töne grundsätzlich auch als Farben wahrnehmen.
Hier geht es um die Kombination von Sehsinn und Tastsinn, eine seltene Form der Synästhesie: Die bei einem anderen Menschen beobachtete Berührung (Sehsinn) wird am eigenen Körper gespürt (Tastsinn).
Die Studie eines britischen Forscherduos hat jetzt gezeigt, dass Synästhetiker mit einer Kopplung zwischen Sehsinn und Tastsinn sich überdurchschnittlich gut in andere hineinversetzen können – also in hohem Grade zur Empathie – zum Mitgefühl mit anderen Menschen – fähig sind.
Verantwortlich für beide effekte – die Synästhesie und die Empathie – seien wahrscheinlich so genannte Spiegelneurone, sagen die Forscher. Sie werden sowohl bei der Beobachtung einer Berührung aktiv als auch bei einer tatsächlichen Berührung, nur dass die Aktivität im zweiten Fall normalerweise größer ist. Bei den Synästhetikern überschreitet sie jedoch schon während der Beobachtung den Wert, ab dem es ein bewusstes Tastempfinden gibt, so dass die Beobachtung mit einem echten Berührungsgefühl gekoppelt ist. Das ermöglicht es den Betroffenen, die Erfahrungen eines anderen täuschend echt zu simulieren und damit auch, sich besser in ihn hineinzuversetzen
Lesen Sie den ganzen Artikel bei wissenschaft.de – insbesondere, wenn Sie sich für den Gang eines solchen Forschungsweges interessieren (gut zusammengefasst!).
Bild: empathie-agentur-mainfranken.de
Juli 25th, 2009 at 04:16
http://www.youtube.com/watch?v=Ui8-YiJ7dkY