gesundheits

HIV, AIDS: Welt-AIDS-Tag 2006

abgelegt im Archiv Gesundheitsreform, Gesundheitspolitik , Krankheiten und Therapiemöglichkeiten , Umwelt und Hygiene am 02.12.06

HIV, AIDS: Welt-AIDS-Tag 2006
Wenn man die Zahl hört oder liest, kann man den Sinn des Welt-AIDS-Tages rasch begreifen:
Weltweit hat es 2006 4,3 Millionen Neu-Infektionen gegeben, wohlgemerkt: neu in einem Jahr, eine Erhöhung um 400.000 gegenüber 2004. Im selben einen Jahr 2,9 Millionen Sterbefälle (2,6 Erwachsene) unter HIV-Infizierten! Im allgemeinen Bewusstsein in Europa neigt man dazu, das Problem dank guter Medikamente für gelöst zu halten - völlig falsch, und daran muss wenigstens einmal im Jahr mit voller Medienpräsenz erinnert werden!
Die Gesamtzahlen laut Welt-Aids-Bericht: Weltweit leben 39,5 Millionen Menschen mit HIV. Davon sind 37,2 Millionen Erwachsene, 17,7 Millionen Frauen und 2,3 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Gegenüber 2004 stieg die Zahl der Infizierten insgesamt um 2,6 Millionen an.

Derartige Zahlen ließen sich u.a. auf den Internetseiten der Welt und des österreichischen Kurier nachlesen.

Viele Organisationen und Medien haben sich dem Thema gewidmet. Hier kann ich nur auf einige Beispiele hinweisen (zwei, die es gut aufbereitet haben, habe ich gerade genannt).
Wenn ich es richtig sehe, gibt es drei Problemkreise, auf die besonderes Augenmerk gerichtet wird:

(1) Viele Menschen bekommen keinen Zugang zu den teuren Medikamenten. Die Situation muss dringend verbessert werden, auch mit Hilfe der Pharmafirmen.
Die entsprechende dpa-Meldung lässt sich zum Beispiel bei focus.de lesen.
Vier Millionen bedürftige Menschen müssen nach wie vor auf die arzneimittel verzichten, die das Leben oft deutlich verlängern könnten. Die beiden größten Geldgeber der AIDS-Hilfe - der Globale Fonds gegen Aids sowie das Notprogramm der US-Regierung - erreichen inzwischen 1,2 Millionen HIV-Infizierte, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.

(2) In Europa besteht zunehmend die Gefahr der Kriminalisierung HIV-Infizierter, s. WHO-Europa.

(3) Und, ein besonders unschönes Kapitel: die Situation unter Kindern und Jugendlichen. Darüber berichtet UNICEF. Direkt vor unserer Haustür!
Ein paar Sätze wörtlich:
"'Der weltweit stärkste Anstieg der Neuinfektionen findet vor unserer Haustür statt', sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Allein in diesem Jahr haben sich 270.000 Menschen in Osteuropa und in Zentralasien mit HIV angesteckt - das ist ein Zuwachs von fast 70 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2004. Fast ein Drittel der neu diagnostizierten HIV-Infektionen sind junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren. Unter Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben, wird das AIDS-Virus nahezu ungebremst übertragen. Fast 90 Prozent von ihnen nehmen Drogen. Sexuelle Gewalt und Ausbeutung gehören vor allem für die Mädchen zum Alltag. Medizinische Behandlung und AIDS-Tests sind für diese Hochrisikogruppe kaum zugänglich. Dies sind Ergebnisse einer neuen Studie zu Straßenkindern in der Ukraine, die UNICEF heute in Köln veröffentlichte. Nach Einschätzung von UNICEF sind mehrere hunderttausend Kinder und Jugendliche, die in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion ohne zu Hause aufwachsen, in extremer Gefahr, sich mit HIV zu infizieren."

Ich schließe nochmals mit dem Hinweis auf die AIDS-Bloggeradresse.


Permalink: HIV, AIDS: Welt-AIDS-Tag 2006

Tags: AIDS  HIV  Weltaidstag+2006  Aids+Medikamente 

Stimmen Sie ab für HIV, AIDS: Welt-AIDS-Tag 2006:

  • Currently 8.50/10
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Dieser Eintrag wurde mit: 8.50 Punkten (von 6 Stimme(n) insg.) bewertet.
 
Share It
RSS rss
Google google
Yahoo! yahoo
Bloglines Bloglines
TwitterFollowen Sie uns bei Twitter!
Most Popular   Apparatemedizin, Geräte   Arzneimittel, Medikamente, Produktion   Beauty   Besseres Sehen - besseres Aussehen   Best of   Bewusster leben mit Bio/öko/Eso   Chirurgie, Unfallbehandlung   Diagnose   Ernährung   Erste Hilfe   Fit im Alter, Pflege   Frauen und Männer   Geschichte der Medizin, Historisches zum Thema Gesundheit   Gesundheit in der Arbeitswelt   Gesundheitsreform, Gesundheitspolitik   Haut und Haar   Herz und Kreislauf   Impfen   Infektionskrankheiten, Epidemien   Informationen über