Krebstherapie: Gefäße mit Gas verstopfen

Krebstherapie: Gefäße mit Gas verstopfen

Amerikanische Forscher (Michigan) haben ein neues Verfahren für die Krebstherapie entwickelt, bei dem Blutgefäße mit einem Gaspfropfen verschlossen werden.
Schon länger gibt es das Verfahren, einen Tumor dadurch "auszuhungern", dass eines der wichtigen zuführenden Gefäße verschlossen wird – die Versorgung des Tumors mit Nährstoffen und Sauerstoff wird abgeschnitten.
Bisher hat man dazu Katheter benutzt – die allerdings nur bei größeren Gefäßen eingesetzt werden können. Embolotherapie ist der Fachausdruck für das Verfahren.

Bei der neuen Methode sollen Gasblasen wie ein Ballon benutzt werden, um Gefäße zu blockieren. Zuerst werden kleine Tropfen einer organischen Flüssigkeit unter Druck erhitzt und sofort in Kapseln eingeschlossen; trotz ihrer hohen Temperatur werden sie nicht gasförmig. Die verkapselten Tröpfchen sind so klein, dass sie selbst in kleinen Blutgefäßen nicht steckenbleiben. Die Kapseln werden dann dem Patienten in den Blutkreislauf injiziert; ein Ultraschallgerät macht die Verteilung sichtbar. Haben die Tropfen ihren Bestimmungsort erreicht, werden sie schließlich mit gezielten intensiven Ultraschallpulsen beschossen – das wirkt, als würde man mit einer Nadel in einen Ballon stechen: Die Kapsel wird zerstört, die überhitzte Flüssigkeit wird schlagartig gasförmig und dehnt sich dabei um mehr als das 100fache aus.

Lesen Sie weitere Einzelheiten hier.

Bildquelle: http://mks.antville.org/topics/Yamagata,+Japan


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