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Laktobazillen für die Reiseapotheke: Wie frau die Scheideninfektion verhindert

abgelegt im Archiv Infektionskrankheiten, Epidemien , Prävention, Gesundheitsvorsorge , Reisen und Gesundheit am 29.06.07

Laktobazillen für die Reiseapotheke: Wie frau die Scheideninfektion verhindert
Ich muss zugeben, da habe ich gestutzt, als ich die Überschrift las: Laktobazillen für die Reiseapotheke? Was soll das? Aber wir Männer können ja nicht alles wissen, denn das ist ein Frauenthema. Es geht um die natürliche Scheidenflora, die Bakterien - vor allem Milchsäurebakterien (Lakto- = Milch) -, die die Scheide besiedeln und dort vor allem für ein saures Milieu sorgen und damit vor Infektionen schützen.

Urlaub heißt Veränderung, auch für die Scheide der Frau. Sie reagiert auf fremde Toiletten, Bäder in stark gechlortem Wasser, heiß-feuchtes Klima, Aufregung usw. Die Folge ist eine Störung der natürlichen Scheidenflora. Genauer: Die Milchsäurebakterien, die im Normalfall für ein stark saures Milieu in der Scheide sorgen, geraten aus dem Gleichgewicht. Keime haben nun ein leichtes Spiel.

Brennen, Jucken, Schmerzen zeigen es an: Besonders nach dem Schwimmen nehmen viele Frauen eine Scheideninfektion mit nach Hause. Nicht, weil es gerade in Bädern vor Erregern nur so wimmelt, sondern weil die Scheide eine Unverträglichkeit gegenüber Wasserbestandteilen wie chlor hat. Die Bakterien der Scheidenflora geraten dann leicht in ein Ungleichgewicht.

Es ist deshalb gerade vor und im Urlaub ratsam, die Scheidenflora durch Zuführung von Laktobazillen zu unterstützen. "Laktobazillen fungieren in der Scheide als Schutzbarriere gegen Krankheitserreger", so Univ.-Prof. Dr. Armin Witt, Gynäkologe und Gründer des Akutservices "Gyninfekt", s. gyninfekt.at. "Sind sie in zu geringer Anzahl oder gar nicht vorhanden, ist die Gabe von Milchsäurebakterien unbedingt nötig. Denn nur eine gesunde Scheide mit genügend Laktobazillen kann Keimen standhalten und Infektionen, wie sie etwa durch Chlor ausgelöst werden können, abwehren."

Gynophilus-Scheidenkapseln zum Beispiel enthalten diese speziellen Milchsäurebakterien - den Lactobacillus casei rhamnosus - in sehr hoher Anzahl. Außerdem sollte die Scheidenflora nicht durch übertriebenes Reinigen mit desinfizierende Seifen gestört werden. Den Intimbereich wäscht frau am besten nur mit warmem Wasser und pflegt sie höchstens mit sanften milchsäurehaltigen Präparaten, wie zum Beispiel "Lactamousse".

Weitere Infos unter gesundescheide.at, eine kostenlose Broschüre kann angefordert werden.
Bildquelle: phytodoc.de


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Tags: Milchsäurebakterien  Laktobazillen  Scheidenflora  Scheidenmilieu  Urlaub  Gesundheit+Urlaub  Reiseapothe 

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