Lärm am Arbeitsplatz macht krank

Es gibt schädigende Umwelteinflüsse, die sich kaum oder gar nicht bemerkbar machen, für die wir nicht einmal ein Sinnesorgan ausgebildet haben (Beispiel Radioaktivität) – anders ist es beim Lärm. Umso verwunderlicher scheint es mir oft, wie wenig dagegen getan wird. Überall werden wir mit mehr oder weniger angenehmer Musik belästigt … Immerhin gibt es schon handyfreie Zonen in den Zügen … Weshalb Tausende von Kassiererinnen in Supermärkten und Läden die elektronischen Piepsgeräusche bei der Eingabe tagtäglich akzeptieren (müssen), habe ich nie wirklich verstanden …
Zum Thema Lärm am Arbeitsplatz gebe ich die folgende Pressemeldung wieder:
Eine repräsentative Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) zum Thema Lärmbelästigung ergab: Lärm geht den Bundesbürgern auf die Nerven! Ein großer Teil aller am Arbeitsplatz erworbenen Krankheiten sind durch Lärm ausgelöst. Lärmbedingter Hörverlust ist die häufigste Berufserkrankung in Europa und geht in der Regel auf eine fortdauernde starke Lärmbelästigung zurück.
Auch eine Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) ergab, dass dauerhafter Lärm die Gesundheit schädigt. Fast jeder fünfte Befragte (18%) fühlt sich durch Lärm sehr häufig oder häufig belästigt. Ein lauter Arbeitsplatz steht mit 23% an dritter Stelle der "Krachmacher". Bei 22% der Bundesbürger führte Lärm schon einmal zu Kopfschmerzen, 19% der Befragten litten mindestens einmal unter Schlaflosigkeit, 18% an Nervosität.
Für den DAK-Diplom-Psychologen Frank Meiners ist das ein alarmierendes Ergebnis: "Aus diesen Stress-Symptomen können sich schwerwiegende Erkrankungen entwickeln, angefangen bei ständigen Kopf- und Rückenschmerzen bis hin zum Herzinfarkt", warnt er.Nach Information der Deutschen Angestellten Krankenkasse als Meldung unter:
http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-18201,00.htmlBildquelle: http://www.arbeit-und-gesundheit.de/files/136/20/4304a09c2e38f_logolaerm.jpg
April 5th, 2006 at 01:39
Der Anteil Schwerhöriger wird leider weiter steigen. Besonders, weil Gehörschäden aufgrund bestimmter Lebensweisen wie das Hören lauter Musik im Anstieg sind. Mit tauben Ohren kann aber nur bedingt am normalen Leben teilgenommen werden. Taube fühlen sich einfach ausgegrenzt, ob am Arbeitsplatz oder in der Familie. Jährlich rund 6000 Fälle von neu festegestellter Berufskrankheit wegen Lärmschwehrhörigkeit, dass gibt doch zu denken. Oft bemerken die Betroffenen den Schaden leider erst, wenn es längst zu spät ist. Da hilft nur eine gründliche Aufklärung und Lärmprävention.