Leben mit Multipler Sklerose, MS
Ich gebe hier in Auszügen – beispielhaft – eine Pressemitteilung des Landesverbandes Hessen wieder, aber selbstverständlich gibt es in den anderen Ländern ebenfalls (sicherlich genauso engagierte) Landesverbände. Unten nenne ich auch die Internetadresse des Bundesverbandes, über den/die weitere Auskünfte eingeholt werden können.

Es beginnt zunächst schleichend: Finger oder Fußzehen schlafen ein oder kribbeln stark. Die Sicht ist eingeschränkt. Die Augen sehen nicht mehr klar. Der Boden schwankt unter den Füßen. Taubheitsgefühle, Sehstörungen, Gleichgewichtsprobleme, Schwindelanfälle und starke Müdigkeit sind Symptome, die bei Störungen im zentralen Nervensystem entstehen. Treten diese Krankheitszeichen in Kombination oder über einen längeren Zeitraum auf, könnte es sich um erste Anzeichen oder einen Schub der Erkrankung Multiple Sklerose, kurz MS, handeln. Die Untersuchung durch einen Neurologen ist absolut notwendig, um eine endgültige Diagnose stellen und eine geeignete Therapieform finden zu können. Beratung und Hilfe finden die Betroffenen in Hessen beim Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG).
Viele wissen über die Krankheit Multiple Sklerose nur wenig. Dank der Medizinforschung ist jedoch bekannt, dass es sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems handelt, bei der Entzündungsherde im Gehirn und im Rückenmark entstehen. Fehlerhaft programmierten T-Zellen, einer für die Immunabwehr wichtigen Gruppe von Blutzellen, gelingt der Übergang in das zentrale Nervensystem. Dort senden sie Botenstoffe aus, die weitere Komponenten der Immunabwehr, fresszellen genannt, aktivieren. Gemeinsam greifen sie die sogenannten Myelinscheiden an, die normalerweise die Nervenfasern isolieren und damit für eine rasche elektrische Signalausbreitung sorgen. Sind die Nervenfasern ungeschützt, können die Befehle aus dem Gehirn nicht mehr in derselben Geschwindigkeit wie zuvor oder gar nicht mehr übermittelt werden. Dadurch kommt es zu den Funktionsausfällen. Wörtlich übersetzt bedeutet Multiple Sklerose "zahlreiche Verhärtungen". Gemeint sind damit die Vernarbungen, die von den entzündeten Herden zurückbleiben. Je nachdem wo die Entzündungsherde im zentralen Nervensystem entstehen, werden verschiedene körperliche Fähigkeiten beeinträchtigt. Deshalb unterscheiden sich die Symptome und der Krankheitsverlauf bei den von Multiple Sklerose Betroffenen so stark voneinander. Umgangssprachlich wird die Multiple Sklerose daher auch oft als "die Krankheit der 1000 Gesichter" bezeichnet.
Die weiteren Einzelheiten können Sie bei openPR nachlesen.
Mehr über den DMSG Landesverband Hessen e. V. (DMSG = Deutsche Multiple-Sklerose-Gesellschaft) gibt es auf der Website www.dmsg-hessen.de.
Hier, wie versprochen, die zentrale Seite: http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/
Bildtext: Fehlerhaft programmierten T-Zellen gelingt der Übergang in das zentrale Nervensystem. Gemeinsam mit den Fresszellen zerstören sie die Myelinscheiden, sodass die Nervenfasern ungeschützt sind. (Foto: DMSG Bundesverband e. V.)