Lebensmittelkennzeichnung "ohne Gentechnik" in der Diskussion
abgelegt im Archiv Ernährung , Gesundheitsreform, Gesundheitspolitik , Umwelt und Hygiene am 25.01.08
Lebensmittel "ohne Gentechnik" - wie wahrheitsgetreu kann die Kennzeichnung sein? Das wird derzeit politisch diskutiert. Die Bundesregierung möchte eine Lockerung der Maßstäbe - - Gesetzesänderungen sind geplant. Ende Januar sollen sie verabschiedet werden.
Aus einer Pressemitteilung des AID:
Die große Mehrheit der deutschen Verbraucher möchte keine gentechnisch veränderten Lebensmittel essen. Trotzdem gibt es bislang kaum Produkte mit dem Aufdruck "ohne Gentechnik" zu kaufen. Das liegt an den strengen Voraussetzungen für die Kennzeichnung: Bei Fleisch, Milch und Eiern darf das Tier, von dem die Produkte stammen, nicht gentechnisch verändert sein. Das Futter darf in keiner Form Gentechnik enthalten. Auch die Verwendung von Tierarzneimitteln wird unter Umständen erfasst. Bei der Verarbeitung, zum Beispiel von Fleisch zu Wurst, dürfen keinerlei Hilfsmittel wie enzyme verwendet werden, zu deren Herstellung Gentechnik verwendet wurde.
Nach den Vorstellungen der Bundesregierung werden diese Regelungen in Zukunft gelockert: Zum einen sollen die Tiere mit gentechnisch veränderten Arzneimitteln behandelt werden dürfen. Zum anderen dürften dem Futter dann zum Beispiel Vitamine zugesetzt werden, die mit Hilfe von Gentechnik erzeugt wurden. Auch bei der Verarbeitung wären solche Hilfsmittel erlaubt. In diesem Fall allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Zusatzstoffe nach der EG-Ökoverordnung zugelassen und keine "ohne Gentechnik" hergestellten Alternativen erhältlich sind.
Den ganzen Text finden Sie hier ...
Inzwischen hat zu der Thematik eine Anhörung stattgefunden.
Die Fronten waren klar, heißt es dazu in einer weiteren Mitteilung: Die Vertreter der Ernährungsindustrie und der Futtermittelwirtschaft sowie ein Einzelexperte sehen in der vorgesehenen Kennzeichnung "ohne Gentechnik" eine Irreführung der Konsumenten. Für die Verbraucherverbände und einige Einzelsachverständige hingegen ist sie eine pragmatische Lösung mit Potenzial zur Markterschließung. Dass die Kennzeichnung "ohne Gentechnik", die Nachfrage nach diesen Produkten erhöhen wird, darüber waren sich die meisten aber einig.
Den ganzen Text können Sie an dieser Stelle nachlesen.
Bild einer Salatplatte mit hohem Maisanteil von Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Tags: Gentechnik gentechnikfreie+Lebensmittel Lebensmittel Kennzeichnungspflicht Lebensmittelkennzeichnung
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Wong
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