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von muecke am 06.10.05

Dem Mikrobiologen Warren war zuerst aufgefallen, dass in der Nähe der Entzündungen in der Magenschleimhaut immer unbekannte Bakterien zu sehen waren. "Heliobacter pylori" heißen sie inzwischen. Bei den folgenden genauen Untersuchungen Warrens zusammen mit Marshall in den achtziger Jahren konnte klar nachgewiesen werden, dass die neu entdeckten Kleinlebewesen die Ursache für die Geschwüre an Magen und Zwölffingerdarm sind.
Die Folge: heute sind 90 Prozent der Geschwüre dauerhaft heilbar - durch eine Kombination aus antibiotika und Säurehemmern. Es dauert in der Regel nicht mehr als eine Woche ...
So verdienstvoll die Forschung zweifelsohne ist, so möchte ich doch eine Bemerkung machen: Schade, dass der psychosomatische Aspekt damit fast ganz aus dem Blickfeld geraten ist. Dass es den auf jeden Fall noch gibt, belegt schon allein die Tatsache, dass schätzungsweise 50 Prozent der Menschen Heliobacter in sich tragen, aber nur zehn bis fünfzehn Prozent überhaupt erkranken.
Die Nobelpreismeldung kann man z.B. in der "Zeit" nachlesen -
über Grundsätzliches zu Magengeschwüren informiert der österreichische "Netdoktor".
Bildquelle: http://www.solvay-arzneimittel.de/Patient/Magen_Darm/index.asp
Text: Helge Mücke
Tags:
Magen
Nobelpreis
medizin
gesundheit
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bakterium+nobelpreis
schuld+bakterium
magengeschw&ati
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