Milch von Kühen mit Genmais-Futter! Der Verbraucher merkt nichts, und die Firmen sehen nichts ein!
abgelegt im Archiv Ernährung , Gesundheitsreform, Gesundheitspolitik , Verbraucherschutz am 26.08.05

Von fünf landwirtschaftlichen Betrieben (soweit bekannt), die den gen-manipulierten Mais MON 810 anbauen und an ihre Milchkühe verfüttern, beziehen die beiden großen Molkereien Müller und Landliebe/Campina u.a. ihre Milch. Das hat Greenpeace veröffentlicht, oder soll man sagen: angeprangert.
Wer Gen-Milch nicht will, kann das nicht erkennen, denn eine Kennzeichnungspflicht gibt es hier nicht. Warum eigentlich nicht? Andere Länder sind da weiter: In der Schweiz und Schweden wird Gen-Futter gar nicht erst verwendet, in sterreich und seltener auch in Deutschland gibt es immerhin einzelne Firmen, die das Siegel "gentechnikfrei" benutzen.
Wie kann man nur eine Technik anwenden und "ganz normal" unter die Leute bringen, deren Folgen gar nicht absehbar sind? Dabei haben erste Forschungen ergeben, dass Genmais Mutationen (unerwartete Erbänderungen) auslösen kann! Französische Forscher stellten bei Versuchen an Ratten erhöhte Zahlen der weißen blutkörperchen und Lymphozyten sowie Verkleinerungen und Entzündungen der Nieren fest. Bei Weibchen zeigte sich "ein Rückgang der Retikulozyten" (junger roter Blutkörperchen) und eine "signifikante Erhöhung des Blutzuckers". Diese Ergebnisse sind erschreckend genug!
Die eine Firma lehnt es ab, eine Fütterung ohne Genpflanzen zu garantieren, die andere sagt, sie kann sie nicht ausschließen.
Wenigstens Transparenz ist zu fordern!
Sicherlich muss man Gentechnik nicht pauschal verurteilen, aber große Skepsis ist angebracht, wenn die Risiken nicht abschätzbar sind, ja oft nicht einmal untersucht!
Greenpeace stellt Kuh-Attrappen in die Felder.
Informativer Zusatz: Es ging hier ja um die Milch und um die Tatsache, dass der Verbraucher getäuscht wird und nicht frei wählen kann. Und natürlich bin ich mir darüber im klaren, dass "Gen-Milch" und "Gen-Mais" stark veinfachte Formulierungen sind, die sich gut als Schlagwort eignen. Was man sachlich dazu wissen sollte: Der Mais MON 810 ist eine Pflanze, die durch Gentechnik gegen Schadinsekten "resistent" (unempfindlich, widerstandsfähig) gemacht wurde - vor allem gegen den "Maiszünsler", einen Schmetterling, dessen Raupe massive Schäden anrichtet. Soweit, so gut! Die Toxine (Giftstoffe), die dieser Mais auscheiden kann (weil sie ihm durch Genveränderung sozusagen "eingeimpft" wurden; es sind eingebaute Toxine eines Bakteriums), schaden aber auch anderen Insekten. Das wäre schon ein erstes Gegenargument. Und was noch alles - ungewollt - durch Genveränderung angerichtet werden kann, wissen wir eben viel zu wenig!
Text nach den genannten Quellen: Helge Mücke
Bildquelle: gruppen.greenpeace.de/greifswald/gentechnik.htm

Permalink: Milch von Kühen mit Genmais-Futter! Der Verbraucher merkt nichts, und die Firmen sehen nichts ein!
Tags: Gentechnik Futter nichts nicht gesundheit nichts+firmen firmen+sehen sehen+nichts
Trackback: http://www.creative-weblogging.com/publish/mt-tb.pl/8697
Wong
Stimmen Sie ab für Milch von Kühen mit Genmais-Futter! Der Verbraucher merkt nichts, und die Firmen sehen nichts ein!:
|
Dieser Eintrag wurde mit: 7.33 Punkten (von 3 Stimme(n) insg.) bewertet.
|
Kommentar von:
ingrid h
(31.08.05 22:24 Uhr)
| RSS | Alle Abonnements sehen |
|
Was ist RSS? | |
| Yahoo! |
|
| MEIN MSN |
|
| Bloglines |
|
| Followen Sie uns bei Twitter! |






das ist nicht in ordnung!!! und der gesetzgeber sollte baldmoeglichst massnahmen ergreifen!!
lg ingridh