Mountainbiker, Vorsicht: Hoden in Gefahr!

Mountainbiker, Vorsicht: Hoden in Gefahr!

Kalkeinlagerungen oder Zysten in den hoden – das z.B. sind die Folgen, wenn man(n) häufig Mountainbike fährt. Häufig heißt hier: mindestens zwei Stunden täglich an sechs Tagen der Woche und mehr als 5000 Kilometer pro Jahr. Das nämlich waren die Bedingungen für die Auswahl der Versuchspersonen. 85 Geländeradfahrer wurden mit 50 "normalen" Radfahrern verglichen, die aber genauso exzessive Radler sind. Die neue Studie der Uni Innsbruck (Medizin-Fakultät) wurde im "Clinical Journal of Sport Medicine" veröffentlicht.

Ultraschalluntersuchungen bei den 15- bis 46-jährigen Probanden ergaben: Bei 94 Prozent der Mountainbiker bzw. 48 Prozent der Straßenfahrer wurden Abnormitäten im Bereich der Hoden festgestellt, berichten Michael Mitterberger und Kollegen. Auch die absolute Zahl der vorgefundenen Auffälligkeiten sei bei den Mountainbikern signifikant höher gewesen als bei den Straßenfahrern. Ursache dürften wiederholt auftretende kleinste Verletzungen durch Stöße und Schläge sein.

Bessere Ausrüstung und deutlich mehr Problembewusstsein empfehlen die Wissenschaftler als Gegenmaßnahme. Gute Federungssysteme und Stoßdämpfer seien das technische Minimum – die Sportler selber könnten ihre Fertigkeiten noch mehr trainieren und sollten immer wieder Pausen einlegen, um das Verletzungsrisiko zu mindern.

Quelle: netdoktor.at
Englische Zusammenfassung, wissenschaftlich, hier.

Bild: Susette Kleiner (rudolfgmbh) bei pixelio.de


One Response to “Mountainbiker, Vorsicht: Hoden in Gefahr!”

  1. iswbkrn Says:

    …und 85 MTB-Fahrer sowie 50 Radfahrer übriger Couleur sind eine signifikante Testgröße … schon klar.
    Wer hat die Untersuchung beauftragt? Ein Hersteller von Federelementen oder von “stoßdämpfenden Einlagen für Radlerhosen”? ;)

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