Naturheilkunde anthroposophisch: City-Light-Werbung und Großplakate

weleda-mit-person.jpg

Offensive Plakatwerbung – das ist neu für Ã-ko-Konzerne, für einen traditionsreichen Hersteller von Arzneimitteln der Komplementärmedizin und Naturkosmetik wie die Weleda AG. Sie macht es jetzt für ausgewählte Produkte – der Erfolg gibt ihr Recht. Das Unternehmen, für dessen Philosophie die Anthroposophie Rudolf Steiners grundlegend ist, macht damit gute Erfahrungen.

Die Zeiten, in denen anthroposophische Unternehmen ein von der breiteren Ã-ffentlichkeit kaum wahrgenommenes Nischen-Dasein führten, sind schon lange vorbei. Ob julia roberts über Dr. Hauschka-Kosmetik schwärmt oder der dm-Gründer Götz Werner über das "Bedingungslose Grundeinkommen" doziert – Produkte und Ideen, die auf anthroposophische Impulse zurückgehen, sind in der Gesellschaft längst verankert, auch wenn der anthroposophische Hintergrund nicht immer öffentlich wahrgenommen wird.

Die Weleda AG bewirbt seit 2008 nicht nur ausgewählte Kosmetikprodukte, sondern auch anthroposophische Heilmittel mit auffälligen City-Lights, beleuchteten Plakaten an U- und S-Bahnstationen. Wenn diese für die Arzneimittel Neurodoron (Bildbeispiel) oder Ferrum Phosphoricum werben, dann steht am unteren Plakatrand: Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. "Mit ihrer offensiven Plakataktion hat die Weleda Neuland betreten", betont Theo Stepp, Leiter der Unternehmenskommunikation. Weleda schaltet schon seit Jahren Anzeigen in Hochglanz-Zeitschriften und hat für die neue Aktion das Marketing-Budget nicht vergrößert, sondern nur umgeschichtet. Das scheint sich zu lohnen: Die Umsatzsteigerungen bei den beworbenen Produkten sind so deutlich, dass das Unternehmen den neuen Kurs beibehalten wird.

Neurodoron.jpg

"Die Reaktionen auf diesen Schritt sind durchweg positiv", berichtet Stepp. "Gerade die Menschen, die dem Unternehmen schon lange verbunden sind, sind offenbar stolz darauf, Weleda-Produkte derart prominent im öffentlichen Raum präsentiert zu sehen." Die beleuchteten Plakate gehören zu einem ganzen Bündel an Werbemaßnahmen, die sich sämtlich auf Orte konzentrieren, an denen Menschen länger verweilen – außer den City-Lights an Haltestellen gehören dazu Großplakate an vielfach aufgesuchten Plätzen in Bahnhöfen sowie Anzeigen in der in Reisezügen ausliegenden Kundenzeitschrift der Deutschen Bahn DB mobil.

© Nach dem Text der Medienstelle Anthroposophie im Info3-Verlag 2009 (leichte Bearbeitung: Helge Mücke, Hannover) – die Bilder wurden ebenfalls von dort zur Verfügung gestellt.

Weitere Infos: www.medienstelle.anthroposophie.de und weleda.de (von dort das Bild)


2 Responses to “Naturheilkunde anthroposophisch: City-Light-Werbung und Großplakate”

  1. Arnd Says:

    Sehr gut. Werbung für gute Produkte!

  2. Karin Says:

    Da sieht man mal wirklich eindrucksvoll, wie viel Musik mittlerweile in diesem Marktsegment ist. Da wird die althergebrachte Pharmalobby bald mächtig Konkurrenz bekommen.

Hinterlasse eine Antwort


Impressum