Nervenzellen, Neuronen aus Stammzellen: Hoffnung für Parkinson und Folgen von Hirninfarkt, Schlaganfall

Nervenzellen, Neuronen aus Stammzellen: Hoffnung für Parkinson und Folgen von Hirninfarkt, Schlaganfall

Ersatz für zugrunde gegangene Hirnzellen – bei Parkinson und als Folge von Hirninfarkt (Schlaganfall) – könnten embryonale Stammzellen bieten (Stammzellen sind solche, die sich noch nicht spezialisiert haben). So jedenfalls hoffen die Forscher, die daran arbeiten – z. B. eine arbeitsgruppe um Prof.Oliver Brüstle in Bonn, der jetzt auf einem Neurologenkongress in Mannheim über die bisherigen Ergebnisse berichtete.

Eine Schwierigkeit hatte es bisher gegeben: Die Neuronen-Vorläufer, die neuronalen Stammzellen also, die man schon seit längerem unter Kulturbedingungen züchten kann, waren bisher nicht ganz "zuverlässig"; einige von ihnen entwickelten sich zu anderen Zellen, z.B. Hautzellen – und das kann man im Gehirn nicht gerade gebrauchen.

In diesem Punkte ist man aber einen großen Schritt weiter, wie Brüderle berichtete: Man konnte aus embryonalen Stammzellen neuronale Stammzellen isolieren, die tatsächlich nichts anderes als Nervengewebe hervorbringen. Auf dem Kongreß stellte der Forscher Daten von neuronalen Stammzellen vor, die sich in Kultur stabil vermehren ließen, ohne ihre Präferenz, ihre bevorzugte Entwicklungsrichtung für Nervengewebe zu ändern. Pflanzt man die Stammzellen in die Gehirne von Mäusen ein, bilden sie auch dort Nervengewebe. Die entstandenen Neuronen fügen sich gut in das Gehirn ein, allerdings dauert das überraschend lange: Erst nach knapp fünf Monaten waren die Neuronen mit anderen Nervenzellen verschaltet und verarbeiteten Signale, fanden die Forscher heraus.

Lesen Sie mehr zu diesem spannenden Forschungsthema – das aber auch nicht ganz unkritisch zu sehen ist – in diesem Hintergrundsbericht der Ärzte Zeitung.

Bild: http://webde.virtuelle-apotheke.de


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