Neu: Impfstoff gegen Krebs

Seit Ende Juni ist er in den USA auf dem Markt: der weltweit erste Impfstoff gegen Krebs, zur Vorbeugung, entwickelt von Wissenschaftlern aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und den US-amerikanischen National Institutes of Health.
Seit man weiß, dass Gebärmutterhalskrebs durch Viren ausgelöst wird, hat man daran gearbeitet, der Erkrankung mit einer Impfung gegen den Erreger vorzubeugen. Die klassische Methode der Impfstoffproduktion, anzucht und anschließende Inaktivierung des Virus, war hier beim HPV (Humanes Papilloma-Virus) nicht anwendbar, weil eine Anzucht des Erregers im Labor nicht möglich ist. Also mussten gentechnische Verfahrensweisen angewendet werden.
"Anfang der Neunzigerjahre stellte sich heraus, dass sich ein einziges, als L1 bezeichnetes Eiweiß aus dem Proteinkapsid des Virus, spontan zu 'leeren' Viruspartikeln, so genannten virus like particles (VLP) zusammenlagern kann. Diese Partikel sind als Impfstoff ideal, da sie wegen der nahezu identischen Struktur vom Immunsystem wie 'echte' Viren behandelt werden. Jedoch enthalten sie kein Erbmaterial und sind daher nicht infektiös.
Der daraus gewonnene Impfstoff ist gegen zwei wichtige krebserregende Typen (HPV16 und HPV18) gerichtet, außerdem gegen die Genitalwarzen (Condylomata acuminata). In rund 70 Prozent aller Fälle schützt er außerdem vor Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland wird der Impfstoff voraussichtlich Anfang nächsten Jahres zugelassen."
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Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de
Bildquelle: http://www.nypcancerprevention.com