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Neuartiges Kunstherz: Heart Ware für Peter Linker, OP an MHH Hannover

abgelegt im Archiv Herz und Kreislauf , Medizin-News , Verbraucherinformation am 13.01.07

Neuartiges Kunstherz: Heart Ware für Peter Linker, OP an MHH Hannover

Auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich uneingeschränkt für den Einsatz von Kunstherzen sein soll (eher nicht) - hat mich das Zeitungsbild, das ich beim Frühstück vor Augen bekam, doch sehr fasziniert. Überschrift: So klein kann ein Herz sein. Gut fotografiert und gut aufgemacht - so wird man gleich beeinflusst.
Leider kann ich das Foto hier nicht uneingeschränkt zeigen, das würde Honorar kosten - stattdessen zeige ich einen eingescannten Ausschnitt des Zeitungsbildes, dann habe ich das Bild nur zitiert, und zitieren darf man ohne Honorar ...


Der Halberstädter Peter Linke jedenfalls, der das Kunstherz an der MHH in Hannover bekommen hat, freut sich uneingeschränkt - weil er weiterleben kann, mit 57 Jahren.
Genau genommen, ist es aber kein ganzes Herz, was ihm da eingepflanzt wurde - vielmehr ein Unterstützungsmotor für ein linksseitig geschwächtes Herz. In Folge eines Herzinfarkts vor einigen Jahren hatte die Leistung von Linkes linkem Herzmuskel nachgelassen - und das ist bekanntlich die Seite, die den Körper mit frischem Sauerstoff versorgt.

Das aus einer speziellen Titanlegierung hergestellte (Teil-) Kunstherz mit dem netten namen Heart Ware ist verschleißfrei - deshalb also "neuartig": Statt eines Propellers dreht sich ein sog. Impeller frei schwebend im Blut - innerhalb eines Magnetfeldes -, also ohne Aufhängung und Lager. Mindestens zehn Jahre gibt der Hersteller dem Gerät, das Vorgängermodell hielt nur fünf Jahre ... Der berührungsfreie Motor und die geringe Größe sind klare Vorteile des neuartigen Geräts: Nur knapp fünf Zentimeter misst dieses Kunstherz! Dennoch: Ein Spenderorgan ist immer noch die bessere Alternative, bloß gibt es davon nicht genug ...

17,5 Millionen Menschen sollen laut Deutscher Herzstiftung jährlich weltweit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben.

Quelle: Nicola Zellmer in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) vom 12. Januar 2007. Die HAZ hat auch eine Internetseite, bei der die Artikel aber nicht jedem zugänglich sind, s. hier.

Die Pressemitteilung der MHH findet sich an dieser Stelle.

Das zitierte Bild ist mit ze/dpa urheberrechtlich gekennzeichnet.

Und noch eine kleine Ergänzung am Abend - in der virtuellen Ausgabe der Ärztezeitung standen noch diese Erklärungen:
"Das Kunstherz wurde dem Patienten an der Herzspitze in die linke Herzkammer eingesetzt. Das aus der Lunge in die Kammer strömende Blut wird in das Kunstherz gesaugt und von dort in die Aorta gepumpt. Der Kunstherzmotor enthält einen Rotor (Impeller), der das Blut mit 3500 Umdrehungen pro Minute weiter transportiert. Der Impeller braucht keine Aufhängung, sondern schwebt aufgrund eines Magnetfeldes im Blut. Die Maschinenteile nutzen sich so mechanisch nicht ab."

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Tags: HerzKreislauf  Kunstherz  Herzinfarkt  Herzimplantat  MHH  Heart+Ware 

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