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Neue Studie: mehr Sonne, weniger Risiko zu Multipler Sklerose (MS)

abgelegt im Archiv Krankheiten und Therapiemöglichkeiten , Medizin-News am 25.07.07

Neue Studie: mehr Sonne, weniger Risiko zu Multipler Sklerose (MS)
Häufiges Sonnenbaden in der Kindheit kann das Risiko mindern, später an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken - so konnten die Leser von wissenschaft.de erfahren. Amerikanische Forscher haben den Schluss aus einer Studie mit eineiigen Zwillingspaaren gezogen, von denen jeweils nur ein Geschwisterteil unter MS litt. Auf welche Weise die Sonne vor der autoimmunerkrankung schützt, ist aber noch ungeklärt. Die Mediziner vermuten, dass UV-Licht entweder direkt auf das körpereigene Abwehrsystem wirkt oder indirekt, indem es zur Bildung von Vitamin D in der Haut führt.

Nach ihren Erinnerungen hatten sich die MS-Patienten als Kinder seltener der Sonne ausgesetzt als ihre gesunden Geschwister. Ein häufiger Aufenthalt im Freien konnte das Risiko für MS je nach Art der Beschäftigung um 25 bis 57 Prozent verringern. Für das Sonnenbaden zum Beispiel errechneten die Wissenschaftler ein fast 50 Prozent niedrigeres Risiko. Allerdings konnten sie den Zusammenhang zwischen Sonnenlicht und MS nur bei den weiblichen Zwillingspaaren feststellen. Thomas Mack, einer der Studienautoren, führt dies darauf zurück, dass nur wenige Männer an der Untersuchung teilgenommen haben.

Da MS mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Autoimmunerkrankung ist, vermuten die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Sonneneinstrahlung und dem körpereigenen Abwehrsystem. Das UV-Licht könnte entweder direkt auf Immunzellen (des Körpers) wirken oder indirekt über Vitamin D. Das Vitamin entsteht durch Sonneneinstrahlung in der Haut und kann die Aktivität des Immunsystems beeinflussen. Studien haben gezeigt, dass Patienten mit Autoimmunerkrankungen häufig schlechter mit Vitamin D versorgt sind. Darüber hinaus tritt MS weltweit betrachtet in Äquatornähe seltener auf als in nördlichen und südlichen Breiten.

Quelle (über wissenschaft.de): Talat Islam (Keck School of Medicine, Universität von Südkalifornien, Los Angeles) et al.: Neurology, Bd. 69, Nr. 4

Eine weitere Meldung über neue Forschungsergebnisse zu MS kam von scienceticker.info

"Wir vermuten, dass MS-Patienten eine Funktionsstörung der Thymusdrüse aufweisen", sagen die Forscher. Die Attacken körpereigener Abwehrzellen auf das Nervensystem werden deshalb nicht in Zaum gehalten, was normalerweise durch ständige Neuproduktion von Immunzellen aus der Thymusdrüse geschehen würde. Doch lesen Sie selbst.

Bild: urlaub-welten.de


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Tags: MS  Multiple  Sklerose  Sonnenwirkung 

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