OP im Bauchraum möglichst minimal-invasiv – wer’s kann

OP im Bauchraum möglichst minimal-invasiv - wer's kann

Gerade bei Operationen im bauchraum – sog. Viszeralchirurgie – sollten minimal-invasive Operationstechniken angewendet werden, also kurz gesagt solche, "bei denen möglichst wenig geschnitten wird".
Die Anzahl von Wundheilungsstörungen ist dann geringer – aber nur, wenn der Eingriff komplikationslos verläuft. "Studien zeigen, dass die Lernkurve in der minimal-invasiven Chirugie, auch für erfahrene offene Bauchchirurgen sehr lang ist", sagt Professor Dr. med. Köckerling, Präsident der DGVC, der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie, Hannover.
Was das im Klartext heißt?
Die Chirurgen machen noch lange Fehler, brauchen viel Erfahrung und eine gute Ausbildung.
Die Fachgesellschaft hat deshalb bereits vor einigen Jahren ein Zertifikat, eine Art Zeugnis für die Bezeichnung "Minimal Invasiver Chirurg" eingeführt, das die erforderliche Zusatzqualifikation des Chirurgen belegt: Die Qualifikation sieht bisher eine bestimmte Anzahl von Kursen, Hospitationen und minimal-invasiven Operationen vor. Außerdem müssen Mitschnitte zur Begutachtung eingereicht werden. Das Zertifikat wird zukünftig um einen Praxistest ergänzt: Ein erfahrener Experte beobachtet mehrere minimal-invasive Operationen eines Chirurgen, bevor dieser das Zertifikat bekommt.

Für den Patienten klingt das beruhigend – er wird hoffentlich Zeit und Möglichkeit haben, auf das Zertifikat zu achten.

Weitere Infos hier.
Bild: pixelio.de (Stephanie Hofschlaeger).


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