Pflegeheime: Und wie war das mit den Menschenrechten?

Auch, wenn es sich hier um die Pressemitteilung einer Partei handelt: Es ist sicher richtig, wenn am Internationalen Tag der Menschenrechte auch auf Missstände im eigenen Land aufmerksam gemacht wird – und es gibt für mich keinen Grund, an den Angaben grundsätzlich zu zweifeln. Wenn man beim Thema Menschenrechte nur an Russland oder Nordkorea denkt, kann das auch eine Flucht vor der Wirklichkeit sein … Es ist sooo schwer, vor der eigenen Haustür zu kehren …
"'In vielen deutschen Alten- und Pflegeheimen werden die Menschenrechte nicht eingehalten.' Diese Aussage trifft Prof. Dr. Klaus buchner, Bundesvorsitzender der Ã-kologisch-Demokratischen Partei (ödp), anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte.
Laut verschiedenen Studien sei es an der Tagesordnung, dass alte Menschen, die in Heimen leben, zu wenig zu essen oder zu trinken bekämen. Auch häufen sich Berichte darüber, dass sich Männer und Frauen wundlegten, weil niemand sich um sie kümmere. Buchner vermutet hinter diesen Missständen vor allem die Lobby der Pharmakonzerne und der Gesundheitsunternehmen: 'Die Prophylaxe bringt viel weniger Geld als beispielsweise eine Amputation oder Operation. Experten sind sich sicher, dass die Kranken- und Pflegekassen jährlich bis zu drei Milliarden Euro einsparen könnten, würde man zum Beispiel Druckgeschwüre bei den Patienten vermeiden', so der ödp-Bundesvorsitzende. Weiter sagt Buchner: 'An schlechter Pflege können offenbar Milliarden verdient werden!'
Er verweist außerdem darauf, dass Heime ihre Finanzen nicht offen legen müssten. Oft machten Heime immense Gewinne, würden aber in Personal nur das Nötigste investieren. Die Pflegekräfte seien zudem schlecht ausgebildet.
Buchner schlägt deshalb vor, regelmäßig unangemeldete und qualifizierte Kontrollen in Pflegeheimen durchzuführen und notfalls finanzielle Strafen zu verhängen: 'Bis zu 10.000 Patienten sterben jährlich aufgrund dieser Missstände. Nur wenn die Heimbetreiber Strafen fürchten müssen, können die Alten und Kranken geschützt werden.'
Am Internationalen Tag der Menschenrechte sollte man nicht nur auf so offensichtliche Problemstaaten wie Russland und Nordkorea zeigen. 'Auch bei uns in Deutschland werden tagtäglich die Menschenrechte verletzt. Es ist Zeit, dass wir genau hinschauen!', so der ödp-Bundesvorsitzende abschließend.
Quelle: pressrelations.de
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