Potenzierte Mittel (verdünnt, geschüttelt) helfen selbst bei Notfällen!

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Das stand doch tatsächlich in der Internetversion der "Ärztezeitung": Homöopathie helfe auch bei Notfällen – Homöopathie im echten Sinne, also verdünnt und geschüttelt (zum Beispiel D 6, was heißt 1 geteilt durch eine 1 mit 6 Nullen, also 1 Millionstel). (Genaueres nicht zuletzt hier!) Bestimmte Mittel würden deshalb in den Notfallkoffer des Arztes gehören, sagt Dr. Johannes Wilkens aus Bad Steben. Er hat es auf dem Kongress der DHU – die hauptsächlich die Mittel herstellt und vertreibt – in Karlsruhe vorgetragen.

Der eisenhut – Aconitum – dürfe nicht fehlen. Wichtig bei Panikstimmung, Todesangst, nervöser Reizbarkeit. Akut bei Mittelohrentzündung und Herzinfarkt.

Arnika (vom Bergwohlverleih) helfe nicht nur bei Verletzungen und Wunden, sondern auch bei Hinrschlag oder Herzinfarkt.

Tabacum von der Tabakpflanze sei das richtige Mittel bei allen Zuständen von Hypoxie (Unterversorgung mit Sauerstoff).

Und Schlangengifte (von der Kreuzotter, von der Kobra) würden bei Gerinnungsstörungen (Thrombose, Embolie) entschieden helfen.

Ich selber bin ein großer Freund von homöopathischen Behandlungen in diesem engeren Sinne und habe schon die wunderbarsten Heilungen erlebt (aber auch Überreaktionen, bei den sog. Erstverschlimmerungen) – und dennoch oder gerade deswegen: Wie das hier präsentiert wird, halte ich das für recht fragwürdig und missverständlich.
Stellen Sie sich vor, jemand würde daraus entnehmen, er könne Eisenhut (das Bild zeigt ihn) geben (etwa als Tee?) – welche Katastrophe, denn es ist eine der giftigsten Pflanzen in unserer heimischen Flora.

Text: Helge Mücke
Bildquelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de/eisenhut/eisenhut_bilder.shtml


One Response to “Potenzierte Mittel (verdünnt, geschüttelt) helfen selbst bei Notfällen!”

  1. smille Says:

    Naja ich weiß nicht, ob ich einem Patienten mit einer akuten Psychose ein paar Kügelchen einwerfen sollte ;)

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