Rauchen: Reduzieren hilft wenig, am besten ganz aufhören

Und wieder einmal das Thema Rauchen:
In einer norwegischen Studie wurde jetzt belegt, dass das Reduzieren des Zigarettenkonsums alleine – nach dem Motto: Rauch die Hälfte – wenig hilft. Besser: ganz aufhören!
Dass Raucher von einigen Krankheiten deutlich häufiger betroffen sind als Nichtraucher, ist längst bekannt. Wer sein Erkrankungsrisiko senken will, sollte es jedoch nicht bei halbherzigen Versuchen belassen – das zeigt eine neue Langzeitstudie aus Norwegen. Das Halbieren des Zigarettenkonsums senke das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen danach nicht merklich.
"Unsere Studie belegt, dass nur ein Weg mit Sicherheit von den Risiken des Rauchens wegführt", schreiben Aage Tverdal vom Norwegian Institute of Public Health und Kjell Bjartveit vom National Health Screening Service in Oslo. "Jene Raucher, die das Rauchen aufgegeben haben, erreichten ein Risikoniveau, das beträchtlich unter dem der weiterhin Rauchenden lag."
Tverdak und Bjartveit analysierten Daten von über 51.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer norwegischen Gesundheitsstudie. Alle waren Mitte der 70er-Jahre erstmals und im Rhythmus von 3 bis 13 Jahren mindestens ein weiteres Mal untersucht und befragt worden. Besonders interessierten sich die Forscher für jene 475 bzw. 6.570 Personen, die ihren Zigarettenkonsum von anfangs mehr als 15 Zigaretten pro Tag zwischenzeitlich mindestens halbierten oder aber beibehielten.
Forschung: Aage Tverdal, Norwegian Institute of Public Health, und Kjell Bjartveit, National Health Screening Service, Oslo
Veröffentlichung Tobacco control, Vol. 15, pp 472-80, DOI 10.1136/tc.2006.016246
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Bild: widmann.de