Rauchen schadet – wissenschaftlich bewiesen!

BlogPicture

Natürlich ist das nichts Neues. Es kann sogar tödlich sein – so steht es ja auf jeder Packung. Der Nichtraucher weiß es, und der Raucher natürlich auch …
Bekanntlich muss die Wissenschaft auch das beweisen, was jeder weiß. Wenigstens möchten die Forscher den Wirkmechanismus genau verstehen. Zwei neue Meldungen aus der Forschung möchte ich hier weitergeben. Vielleicht trägt es ja zur "Umkehr" bei …

Beim Rauchen muss man nicht nur mit den bekannten direkten Wirkungen rechnen (Veränderung der Lungen und Bronchien), sondern auch mit einem Einfluss auf die Enzyme, die Wirkstoffe, die die verschiedensten "Regelkreise" im Körper steuern.

Ein Schlüsselenzym ist Monoamin-Oxidase (MAO A) – es wirkt auf den Blutdruck regulierend ein. Amerikanische Forscher des Brookhaven National Laboratory haben festgestellt, dass MAO A in der Lunge von Rauchern etwa nur in halber Menge vorhanden ist.
Kein Wunder also, dass Raucher Blutdruckprobleme bekommen!

Die Forscher benutzten bei ihrer Untersuchung Markierungssubstanzen (im Grundsatz wird dabei MAO A radioaktiv gemacht und anhand der Strahlung die Verteilung im Körper gemessen).
Ein ganz interessantes Nebenergebnis: Die Markierungssubstanz blieb bei Rauchern viel länger in der Lunge als bei Nichtrauchern – erreichte damit später die arterielle Blutversorgung.

Dies hat erhebliche praktische Bedeutung, die näher untersucht werden muss:
Bei Rauchern können Heilmittel und Betäubungsmittel (bei der Narkose vor einer Operation z.B.) sehr viel schlechter über das Blut im Körper verteilt werden!

Das Forschungsergebnis wurde im "Journal of Nuclear Medicine" veröffentlicht, die Zusammenfassung kann bei BBC-News nachgelesen werden.

Das Risiko blind zu werden ist bei Rauchern doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern!! – so lautet kurz und schmerzlos das Ergebnis einer weiteren Studie. Damit ist das Risiko etwa genauso hoch wie das, an Lungenkrebs zu erkranken! (Im allgemeinen bewusstsein ist das bisher nicht bekannt …)

Forscher in Großbritannien untersuchten die etwa 500.000 Fälle von "altersbezogener Makular-Degeneration" (AMD) (einer zentralen Netzhautveränderung, die ab dem Alter von etwa 50 auftritt). Sie stellten fest, dass rund 54.000 davon durch das Rauchen verursacht wurden.
Übrigens, wer das vermeiden will, sollte RECHTZEITIG aufhören: 20 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko der Erblindung genauso hoch wie bei Nichtrauchern – erst 10 Jahre nach dem Stopp nimmt das Risiko überhaupt nachweisbar ab! Auch hierzu lässt sich die Zusammenfassung (in Englisch) bei BBC-News nachlesen.

Bestes Gegenmittel: Aufhören mit Rauchen! (Hilfen im Netz gibt es zahllos, z.B. bei "nichtraucher.de").

Bildquelle: http://www.lungenkrebsvorsorge.de/raucher/index.shtml
Text: Helge Mücke unter Verwendung der genannten Quellen.


Hinterlasse eine Antwort


Impressum