Reizdarmsyndrom doch nicht erblich

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Bisher glaubte man, das Reizdarmsyndrom – Infos z.B. hier – sei genetisch (mit)bedingt, also im Prinzip erblich. Verschiedene Untersuchungen schienen das zu belegen.
Eine familiäre Häufung ließ sich schon vor 20 Jahren feststellen: Ein Drittel der Menschen mit Reizdarmsyndrom hatten Verwandte ersten Grades, die ebenfalls erkrankt waren. Auch die Zwillingsforschung schien dafür zu sprechen: Bei 17 Prozent der eineiigen waren beide erkrankt.

Neuere Forschungen aber können die genetische Komponente mit der Gewichtung nicht bestätigen.

"Die Familiendynamik, zum Beispiel das Erlernen eines Verhaltens von den Eltern, scheint wichtiger zu sein als die Erblichkeit", sagte Prof. Allescher vom Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Hinzu kommt, dass "Reizsyndrom" gar kein einheitliches Krankheitsbild darstellt – es ist ein Sammelbegriff.

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Bildquelle: www.sonnenberg-apotheke.com


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