Rhinosinusitis, Entzündung der Nase und Nebenhöhlen: Honig hilft beweisbar

Honig hat gerade bei der schwierigen chronischen Entzündung von Nebenhöhlen eine Heilwirkung, wie kanadische Forscher jetzt belegen konnten. Die umfassende positive Wirkung von Honig ist ja seit langem bekannt, und in diesem Blog war schon mehrfach davon die Rede – benutzen Sie die Suchfunktion, dann werden Sie das feststellen.
Über die neueren Forschungsergebnisse berichtet die Ärztezeitung, Angela Speth macht einen umfassenden Artikel daraus. Darin heißt es: "Dass sich medizinischer Honig etwa zur Behandlung bei rezidivierender Rhinosinusitis eignen könnte, haben jetzt kanadische Forscher bei einem Kongress in Chicago berichtet. Dieser Infekt klingt oft deshalb so schlecht ab, weil Keime auf der Mukosa (der Schleimhaut) Biofilme bilden, in denen sie für Antibiotika schwer angreifbar sind. Sehr wohl aber für Honig: Selbst in einer solchen schützenden Schleimschicht wurden damit 60 bis 70 Prozent der für Nebenhöhlenentzündungen typischen Bakterien abgetötet: Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus, ob Methicillin-resistent oder nicht. Für ihre Versuche nutzten die Forscher aus Ottawa Kulturplatten, auf die sie zwei Sorten Honig träufelten: Manuka-Honig aus Neuseeland und Sidr-Honig aus Yemen …
Die im Vergleich getesteten Antibiotika hingegen, darunter Vancomycin, Gentamycin und Fusidinsäure, waren unwirksam, allein Rifampicin hatte einen schwachen bakteriziden Effekt."
Lesen Sie den ganzen Artikel bei http://www.aerztezeitung.de
Falls Sie sich über den Ausdruck Rhinosinusitis gewundert haben (bin ich auch drüber gestolpert); man hat sich jetzt auf diese Kombination geeinigt – warum, kann man hier herausfinden:
http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/a-h/hno/
Bild einer Honigwabe: balzer matthias bei pixelio.de
Oktober 31st, 2008 at 08:07
Das ist durchaus interessant, leider fehlt jeder Hinweis auf die praktische Anwendung. Die Nebenhöhlen sind ja doch nicht ganz so einfach wie Kulturplatten erreichbar. In der Ärztezeitung wird von topischer Anwendung gesprochen: Reicht es äußerlich Honig auf den Bereich der Nebenhöhlen aufzutragen – eher unwahrscheinlich. Oder geht um eine Spülung?
Wäre doch nett wenn die Forscher ein bisschen praxisbezogener arbeiten würden…..
Januar 25th, 2009 at 07:53
Möchte gerne Bescheid haben, wenn Ihr Antwort haben darauf, wie die praktische Anwendung vom Honig bei chronischen Sinusitus abläuft.
mfG
EvdM
Februar 2nd, 2009 at 07:11
Dachte, hätte schon einmal einen Antwortkommentar geschrieben – im www verlorengegangen?
Wie auch immer: leider geben die “abgehobenen” Wissenschaftler dazu keine praktische Anleitung. Vorstellen kann ich mir nur das Einbringen in die Nase per Nasenspray (tief durchatmen, damit es auch die Nebenhöhlen wenigstens anfänglich erreicht). Honig in warmem Wasser lösen und entweder jeweils per Pipette einbringen oder in eine Nasensprayflasche einfüllen und diese jeweils benutzen (dies dürfte erfolgreicher sein, weil die “Zerstäubung” es feiner macht). Ich werde das mal testen und berichten …
Oben im Text steht was von “medizinischem” Honig (Apothekenpreise ….) – ob es das sein muss, kann nur jeder selbst entscheiden.
Hier bekommt man Hinweise auf leere Nasensprayflaschen:
http://www.dooyoo.de/gefaesse/nasenspray-flasche-kpl-1-st/
http://www.purenature.de/shop/a2807/nasensprayflasche-leer-mit-aufsatz.html