Rosskastanie: Arzneipflanze, Heilpflanze des Jahres 2008

Die Rosskastanie wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2008 ernannt.
Das hat Madaus mitgeteilt.
Extrakte aus den Samen der Rosskastanie werden von altersher gegen Beschwerden bei Venenleiden eingesetzt. Der Baum hat eine lange und interessante Geschichte als Arznei- und Nutzpflanze.
Bei Sportverletzungen und schwachen Venen: die Rosskastanie sollte in der Nähe sein !
Unter Heilpflanzen stellt man sich meist Kräuter oder kleine Gewächse vor, doch bei Prellungen, Zerrungen und auch Venenentzündungen oder Krampfadern hilft ein Wirkstoff aus den Samen der imposanten Rosskastanie.
Die Rosskastanie, ein bis zu 35 m hoher, sommergrüner Baum mit großer, regelmäßiger Krone ist heute bei uns fast überall anzutreffen. Ursprünglich stammt sie jedoch aus der Türkei. Dort hatten die Türken die Samen als Mittel bei Atemwegserkrankungen von Pferden verwendet und so dem Baum seinen Namen gegeben.
Heute wird aus den Samen der Rosskastanie der Wirkstoff aescin gewonnen. Er ist in der Lage, kleine Blutgefäße abzudichten und gibt erschlafften Venen ihre Spannkraft zurück. Beispiel eines Präparats ist Reparil® 40 von MADAUS, das am Ort der Erkrankung seine abschwellende, entwässernde und entzündungshemmende Wirkung entfalten und die durch örtliche Schwellungen verursachten Beschwerden (wie Druckgefühl, Schmerzen usw.) ohne negative Auswirkungen auf den Mineralstoffwechsel und das blutbildende System beseitigen kann.
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich von Aescin sind Sportverletzungen. Bei Prellungen oder Zerrungen entstehen kleine Risse in den Gefäßen im verletzten Bereich. So tritt Blut und Flüssigkeit aus und eine Schwellung entsteht. Aescin kann, sofort aufgetragen, die Gefäße wieder abdichten und so die Schwellung vermindern. Mit einem schmerzlindernden Wirkstoff kombiniert (wie z. B. in Reparil®-Gel N), ergibt sich ein optimales Präparat, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte.
Verliehen wird der "Ehrentitel" vom Institut für die Geschichte der Medizin der Universität Würzburg. Auf deren Seite gibt es weitere Informationen.
Ein paar Sätze von deren Seite:
Die Blätter haben ein ähnliches Inhaltsstoffmuster wie die Rinde und wurden früher unter anderem als Hustentee zubereitet. Heute finden sie sich, ebenso wie die Blüten, manchmal in Tees oder Extrakt-Präparaten gegen Venenleiden. Die Blüten wurden, teilweise zusammen mit der Rinde, gegen Hämorrhoiden eingesetzt. Manche Menschen benutzten Kastanien auch als Amulette gegen die Gicht, wobei sie die braunen Samen entweder in der Hosentasche trugen oder unter die Bettmatratze legten.
Die Rosskastanie blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Ursprünglich über ganz Europa verbreitet, zog sie sich in der letzten Eiszeit auf die Mittelgebirge Griechenlands, Mazedoniens und Albaniens zurück und überlebte dort. Erst vor rund 450 Jahren kehrte sie dann nach Westeuropa zurück. Der beliebte Baum, der vermutlich 300 Jahre alt werden kann, wächst also erst seit relativ kurzer Zeit wieder hier.
Verbreitet wurde er unter anderem durch die Feldzüge der Osmanen: Die Türken führten Kastaniensamen als Pferdefutter und als Medizin für die Tiere mit. Später wurden Rosskastanien bevorzugt auf Bierkellern gepflanzt: Weil sie nur flache Wurzeln bilden, störten sie die Kellergewölbe nicht. Außerdem sorgten sie mit ihren großen Blättern bei der Reifung und Lagerung des Bieres für zusätzliche Feuchtigkeit und Kühlung.
Gefahr durch die Miniermotte
Quelle:
http://www.madaus.de
Bild: eigenes Foto vom Deister an sonnenreichem Frühlingstag, (C) Helge Mücke, Hannover
Januar 31st, 2008 at 08:54
die Rosskastwnie ist einfach unglaublich. Ich hab’s selbst versucht und es funktioniert einfach