Schönheits-OP: nichts fuer den Weihnachtsbaum

Der ästhetisch-plastische Eingriff unterm Weihnachtsbaum: Gut gemeint und doch daneben? – so ist eine Pressemitteilung der zuständigen Gesellschaft DGPRÄC überschrieben.
Und weiter heißt es:
Bald ist es soweit – die Geschenke liegen unter dem Baum und so manch einer denkt darüber nach, seinen Liebsten einen ästhetischen Eingriff zu schenken. "Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man jemanden dabei unterstützt, den Wunsch nach einem ästhetischen Eingriff zu erfüllen, allerdings ist dabei viel zu beachten und auch zu reflektieren, ob Weihnachten wirklich der richtige Anlass für ein solches "Geschenk" ist. Hier besteht doch die Gefahr, über das vermeintliche Geschenk zeitlichen und psychischen Druck auf den Beschenkten auszuüben", erläutert Prof. Dr. Günter Germann, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen.
Zunächst, so Prof. Germann, sei genau zu überlegen, ob der Beschenkte sich einen wie auch immer gearteten Eingriff überhaupt wünscht. "Auch, wenn der Beschenkte selbst häufig den Wunsch nach dem einen oder anderen Eingriff geäußert hat, kann sich dahinter neben dem alt bekannten "fishing for compliments" auch einmal das Krankheitsbild einer Dysmorphophobie, also eine schwere Störung der Wahrnehmung des eigenen Körpers verbergen, in einem solchen Fall ist von einer Operation dringend abzuraten", warnt der Plastische chirurg und führt aus, dass nach sorgfältiger Abwägung dieser Faktoren der Geschenkidee zwar nichts Grundsätzliches mehr im Wege stehe, es aber weiteres zu beachten gäbe.
Und natürlich gibt die Gesellschaft den Rat, nur qualifizierten Fachleuten den Eingriff anzuvertrauen – eine Liste kann angefordert werden.
Weitere Infos bekommen Sie hier.
Foto: Peter Ries, pixelio.de