Schlafapnoe, Schnarchen: Gefahr des Bluthochdrucks
In der Pressemitteilung, die ich hier wiedergebe, kommen mehr, als Sie es hier sonst gewohnt sind, Fachausdrücke vor. Das Wort "obstruktiv" etwa bezeichnet die Behinderung der Atemwege. Die "Apnoe" ist der Fachausdruck für das zeitweise Aussetzen der Atmung. Weitere Informationen bietet wikipedia. Statt eines Fotos dieses Mal ein Stück Video. Das Thema Schnarchen und Schlafstörungen oder -apnoe hatten wir schon mehrmals in diesem Blog. Ich empfehle die Verwendung der Suchfunktion.
"Das Vorkommen von Bluthochdruck und Gefäßerkrankungen (z.B. Durchblutungsstörungen) ist bei Schnarchern gegenüber Nichtschnarchern erhöht.
Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die obstruktive Schlafapnoe zu erhöhten Blutdruckwerten führen kann und eine Therapie der schlafbezogenen Atmungsstörung eine arterielle Hypertonie günstig beeinflusst.
Viele Hausärzte berichten, dass bei Personen mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom die Blutdruckeinstellung einfacher wird, sobald eine CPAP-Behandlung installiert ist.
Anne Bertram Pressesprecherin
Schlafapnoe e. V.
Deutschlands Patientenorganisation Schlaf
Bei Personen mit schwerem Schlafapnoe-Syndrom führt die kontinuierliche nasale Applikation von positivem Druck in den Atemwegen (CPAP-Therapie) zu einer Senkung der arteriellen
Blutdruckwerte.
Viele Hausärzte berichten, dass bei Personen mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom die Blutdruckeinstellung einfacher wird, sobald eine CPAP-Behandlung installiert ist. Mit dieser Studie wird diese Erfahrung aus der Praxis bestätigt, aber mit wesentlich rigoroserer Methodik. Die Resultate implizieren, dass das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom den Blutdruck per se erhöht und gegebenenfalls eine essentielle Hypertonie akzeleriert.
Immer deutlicher wird erkennbar, dass das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ein kardiovaskulärer Risikofaktor ist wie die Hypercholesterinämie, der Diabetes und die Hypertonie. Für den Praktiker bedeutet dies, dass er bei kardiovaskulären Risikopersonen die anamnese in Richtung obstruktive Schlafapnoe erweitert, indem er Betroffene und Angehörige nach Müdigkeit und exzessiver Schläfrigkeit tagsüber fragt.
Andreas Knoblauch
Dokument M76 – © INFOMED 2003"
März 10th, 2007 at 19:22
Einfach toller Hinweis. SUPER
März 12th, 2007 at 23:25
Ich glaube, ich schicke meinen Mann schnell zum Arzt
November 5th, 2007 at 00:51
Ich finde diesen Artikel sehr interessant. Eine ähnliche Studie hat ergeben, dass bei adipösen eine Gewichtsabnahme von nur 10kg bei sehr vielen Patienten die Schlafapnoe heilen(!) kann:
http://abnehmen-in.de/gesund-abnehmen/schlafapnoe-abnehmen.html
Wenn also durch die Gewichtsabnahme die Apnoe geheilt wird, dann sollte das doch auch den Blutdruck senken.
Grüße Julia
März 23rd, 2009 at 10:03
Wenn ich das richtig verstehe, ist der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Schlaf-Apnoe also sehr wahrscheinlich. Gerade im Hinblick auf die weiteren als Risikofaktor genannten Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder erhöhtes Cholesterin sollte man gerade also als schnarchender & übergewichtiger Mensch den Weg zum Schlaflabor oder zum Hausarzt nicht scheuen. Dass der Blutdruck eine wichtige Einflussgröße für das Schlafen ist, kann man z.B. hier nachlesen: http://www.welche-mittel-gegen-schnarchen.de/risikofaktor-bluthochdruck/