Schlaganfall: Folgeschaden Zelltod bald vermeidbar?
Nachwuchspreis an Dr. Ana Martin-Villalba, Heidelberg

Der Schlaganfall (Hirninfarkt, Apoplex) kann zu Folgeschäden im umgebenden Nervengewebe (Penumbra) führen, nämlich zum Zelltod, zur "Apoptose". (Beide Begriffe – Schlaganfall wie Apoptose – sind bei wikipedia gut erklärt.)
Eine Heidelberger Wissenschaftlerin hat den Signalweg dieses Zelltodes herausgefunden und damit den ersten Schritt zu einer vorbeugenden Behandlung getan. Ihr wurde dafür der Nachwuchspreis der Paul-Ehrlicher-Stiftung verliehen.
Zwei Botenstoffe: der Tumornekrosefaktor (TNF) und der Fas-Ligand (CD95-Ligand), sind die Hauptbeteiligten beim programmierten Zelltod nach einem Schlaganfall. Könnte man diesen Signalweg hemmen, so hätte das geschädigte Nervengewebe eine Chance, sich zu erneuern.
In den westlichen Ländern ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache: Etwa 200 000 Hirninfarkte kommen jährlich in Deutschland vor. Vier bis sechs Stunden dauert der Zeitrahmen, das "therapeutische fenster", in dem man noch gegen die Folgeschäden eingreifen kann.
Lesen Sie hier die ganze Meldung der "Ärzte Zeitung" in ihrer Netzausgabe.
Bildquelle: http://www.eurekalert.org/staticrel.php?view=mpg092004ge