Schlaganfall: grosses Forschungsvorhaben der EG zur Praevention

Schlaganfall: grosses Forschungsvorhaben der EG zur Praevention

Schlaganfall (Hirnschlag, Apoplex): immer noch ein Schreckenswort. Wie kann man ihn verhindern, welches ist die richtige Vorbeugung, welche Prävention kann man anwenden? Ein großes Forschungsvorhaben soll endlich die gültigen Antworten finden.

Das grundlagen-wissenschaftliche Arbeitsprogramm zur Schlaganfall-Prävention wird mit insgesamt ca. 1 Million Euro gefördert, hiervon stehen 460.000 Euro für die Universität des Saarlandes zur Verfügung.
Schlaganfall ist nicht nur eine häufige Todesursache sondern mit Abstand die wichtigste Ursache für Behinderung und Pflegebedürftigkeit in Europa mit dramatischen Konsequenzen für die Lebensbedingungen der Betroffenen und den ihnen nahe stehenden Menschen. Wissenschaftliche Institutionen und Arbeitsgruppen aller europäischen Länder, industrielle Partner aus dem Bereich der Biowissenschaften und Patientenorganisationen haben sich daher zu einem breiten Bündnis zur Erforschung der Ursachen für Schlagfall und seiner Bekämpfung zusammengeschlossen.

Am 10. März 2008 wurde auf einer internationalen Konferenz in Berlin der Startschuss für das Europäische Schlaganfall-Netzwerk (European Stroke Network, ESN) gegeben. Es handelt sich um das größte wissenschaftliche Projekt in der Geschichte der europäischen Union mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro. Das Netzwerk im Rahmen des 7. EU Rahmenprogramm entstand durch die Zusammenlegung der beiden wissenschaftlichen Konsortien EUSTROKE und ARISE.

Priv. Doz. Dr. Ulrich Laufs, Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin (Direktor: Prof. Dr. Michael Böhm) – des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg, ist innerhalb des Netzwerkes Projektleiter für das grundlagen-wissenschaftliche Arbeitsprogramm zur Schlaganfall-Prävention. Dieser Bereich wird mit insgesamt ca. 1 Million Euro gefördert, hiervon stehen 460.000 Euro für die Universität des Saarlandes zur Verfügung. Zusammen mit Wissenschaftlern in Berlin, Frankreich, Finnland und den Niederlanden wird die Arbeitsgruppe um PD Dr. Laufs in den nächsten 5 Jahren untersuchen, auf welche Weise körperliches Training, Ernährung, Fettstoffwechsel und zelluläre Alterungsprozesse die Gehirndurchblutung und den Schlaganfall beeinflussen. Das molekulare Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen soll die Vorraussetzung für einen besseren Einsatz vorbeugender Maßnahmen zur Verhinderung von Schlaganfällen schaffen. Die Förderung durch die EU stellt eine weitere Stärkung des kardiovaskulären Forschungsstandortes in Homburg dar.

Weitere Informationen: http://www.uks.eu oder: http://www.uks.eu/kardiologie (meine Quelle: idw)

Bild: http://www.uniklinik-freiburg.de


One Response to “Schlaganfall: grosses Forschungsvorhaben der EG zur Praevention”

  1. Francois Says:

    Hallo
    Ich bin sehr froh, das die Forschung schon so weit ist, sonst hätte meine Mam nicht überlebt.
    Eine Couisine von mir hatte einen Schlaganfall und das mit 32 Jahren. Er war sehr heftig, das ist nun 3 Jahre her, und nun kann sie wieder laufen und sprechen. Es nützt aber die beste Medizin nichts, wenn der Patient nicht will.

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